Es war mein erstes Buch der Autorin über die schwedische Kriminalkommissarin Idun Lind, die in diesem Fall über den Tod einer vor drei Jahren verschwundenen Kinderheimbewohnerin ermittelt. Der Schreibstil ist flüssig und es herrscht eine konstante Grundspannung. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht mehrere Personen und auch verschiedenen Zeitebenen. Ich finde es immer interessant wenn ein Thriller aus mehreren Blickwinkel erzählt wird und man passende Rückblicke zu bestimmten Szenen bekommt. Hier war es teilweise etwas verwirrend, da man an manchen Stellen nicht wusste, ob es jetzt Gegenwart oder Vergangenheit ist.Besonders gut gefallen hat mir das Thema. Das Kinderheim mit seinen Geheimnissen bildet eine düstere und interessante Kulisse. Der Roman legt großen Wert auf psychologische Aspekte und greift zudem gesellschaftskritische Themen wie Missbrauch auf. Leider gibt es zwischendurch einige dialoglastige Passagen mit spürbaren Längen, wodurch die Spannung zeitweise abfällt. Das Ende war zwar teilweise vorhersehbar, insgesamt aber dennoch stimmig und gut umgesetzt.Fazit: Ein atmosphärischer Thriller mit einem spannenden Thema, interessanten Charakteren und psychologischer Tiefe. Trotz kleiner Schwächen ist das Buch für Fans von nordischen Krimis/Thriller zu empfehlen.