Der Anfang war unglaublich, doch danach hat es sehr stark nachgelassen und ließ mich enttäuscht zurück
Die ersten Seiten bzw. Kapitel fand ich wirklich klasse und konnte mir nicht vorstellen, warum das Buch eine so harsche Kritik abbekommen hatte.Alles beginnt damit, dass eine Familie aus zwei Familien zusammenwächst. Darunter eine Mutter mit zwei Kindern, wovon die Tochter kurz zuvor aus der Suchtklinik entlassen wurde und einem Vater mit seiner Tochter. Das Besondere: beide Elternteile sind verwitwet und suchen nun ihr neues Glück beieinander.Dazu fahren Sie in ein abgelegenes Haus mitten im Wald, wo es keinerlei Handyempfang gibt. Was aber auch nicht sonderlich stört, weil die Familie so sich zusammenwachsen soll.Bis dato war ich auch vollkommen überzeugt von dem Buch. Fand Schreibstil, Figuren und Geschichte spannend, glaubwürdig und genial.Gerade die Tochter war es, die bei mir ein bleibendes Bild hinterlassen hatte, da ihr Kampf mit den Süchten sehr nachvollziehbar beschrieben wurde und ich es nahezu spüren konnte, wie es ihr ergeht und wie allein sie sich mit manchen Themen fühlt.Doch dann gab es ein Ereignis, was alles so ins Wanken brachte, dass auch ich mich immer mehr gefragt habe, ob ich noch dasselbe Buch lese.Denn einer der Personen (welches unverhofft dort in der Idylle auftauchte) an diesem Wochenende stirbt und die Familie lebt weiter, als wäre nichts geschehen. Einfach so. Niemand will sich damit beschäftigt, obwohl alles auf Mord hindeutet und der Täter unter ihnen zu sein scheint...Danach folgen weitere Ereignisse und Wendungen, die irgendwie nicht so ganz in das Schema gepasst hatten.Darunter viele falsche Fährten, die mich irgendwann nicht nur in die Irre geführt, sondern auch gänzlich verwirrt zurückgelassen haben. Zu sehr wirkte es dann instruiert, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass die hier präsentierte Lösung wirklich das Ende des Buches ist.