Über Weihnachten nach New York zu reisen, klingt erst einmal nach einer guten Idee. Für Ines Behrendt und John Raymond wird aus dem geplanten Aufenthalt allerdings schnell mehr als nur Musik, Pubs und ein bisschen Zeit für sich.
Ines beobachtet eine verdächtige Geldübergabe und merkt, dass mit der netten Wirtin Erin etwas nicht stimmt. Ich fand interessant, wie sich aus dieser zunächst kleinen Beobachtung langsam ein größerer Fall entwickelt. Dabei rückt auch Johns Vergangenheit stärker in den Vordergrund. Gerade sein Umgang mit manchen Situationen hat mich beim Lesen öfter nachdenken lassen, weil man nicht immer sofort einschätzen kann, was in ihm vorgeht.
Die Verbindung von Musik und Krimi hat mir gut gefallen. Durch Ines und John spielt Musik nicht nur am Rand eine Rolle, sondern gehört ganz selbstverständlich zu ihrer Reise. Die Pubs und Auftritte konnte ich mir beim Lesen gut vorstellen. Auch die Atmosphäre in New York zur Weihnachtszeit kam für mich gut rüber.
Die Geschichte ist leicht zu lesen und ich bin gut durch die Handlung gekommen. An ein paar Stellen ging es für meinen Geschmack etwas langsamer weiter, was den Lesefluss aber nur kurz gebremst hat. Dafür nimmt sich die Autorin Zeit für ihre Figuren und besonders für John. John bleibt mit seiner Vergangenheit lange schwer einzuschätzen. Ich habe mich deshalb öfter gefragt, was wirklich hinter seinem Verhalten steckt.
Am Ende war es für mich ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi mit Musik, New York und Figuren, deren Hintergründe nach und nach deutlicher werden. Die Spannung steht dabei nicht ständig im Vordergrund, trotzdem wollte ich wissen, wie es mit Ines, John und Erin weitergeht. Gerade die Verbindung aus Weihnachtsstimmung, Musik und Krimihandlung hat den Roman für mich besonders gemacht.
Dafür vergebe ich 4 Sterne.