Im Jahre 1630 wird die protestantische Stadt Magdeburg durch kaiserliche Truppen bedroht, die sich der Stadt nähern und die lutherischen Thesen in den Boden stampfen wollen. Hilfe scheint aus Schweden zu kommen. Der König Gustav Adolf ist mit einem großen Heer angekommen, mit dem er den Protestanten beistehen will. Kann er rechtzeitig die Stadt Magdeburg erreichen? Die Stadtoberen sind ebenfalls gespalten, während die einen eine Kapitulation anstreben um weiteren Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, wollen die anderen mit der Hilfe König Gustav Adolfs gegen den Kaiser in den Krieg ziehen. In dieser Zeit kämpfen die junge Witwe Teresa Werdenhagen und ihr Geliebter Bildhauer Caspar Ludolf Steinmann um ihre Liebe und erleben die aktuelle Spaltung auch in ihren Familien. Der Autor Thomas Ziebula schreibt unter seinem Pseudonym Wolf Hector historische Roman, mit denen er mich schon mehrfach in die Vergangenheit entführt hat. Mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung bin ich in sein neues Werk gestartet und wurde wieder einmal nicht enttäuscht. Er erzählt die Geschichte in seinem bildreichen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führt. Gekonnt verbindet Wolf Hector die fiktive Liebesgeschichte des ungleichen Paars mit den historischen Fakten des 30-jährigen Krieges. Es entsteht eine packende Story, in der die Informationen der damaligen Zeit sehr gut recherchiert wirken und durch die Erzählung sehr lebensnah transportiert werden. Der Spannungsbogen ist mit den dramatischen Verläufen um die Stadt Magdeburg sehr gut aufgebaut und wird über die gesamte Länge des Buchs auf einem hohen Niveau gehalten.Insgesamt ist "Die Bluthochzeit" ein aus meiner Sicht gelungener historischer Roman, der aus einer spannenden Zeit berichtet und durch Einzelschicksale die damaligen Geschehnisse erlebbar macht. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.