Ernst Cassirers 1932 erschienene Darstellung der »Philosophie der Aufklärung« zählt zu den herausragenden Standardwerken zur Bestimmung der Leitgedanken der Epoche. »Die eigentliche Philosophie der Aufklärung ist und bleibt«, so Cassirer, »etwas anderes als der Inbegriff dessen, was ihre führenden Denker [ ] gedacht und gelehrt haben«. Entsprechend sah er das auszeichnende Merkmal seiner historischen Rekonstruktion der Epoche darin, »dass sie nicht die Geschichte der einzelnen Denker und ihrer Lehren, sondern eine reine Geschichte der Ideen der Aufklärungszeit zu geben suchte, und dass sie diese Ideen selbst nicht nur in ihrer abstrakt-theoretischen Fassung darlegen, sondern in ihrer unmittelbaren Wirksamkeit aufzeigen und sichtbar machen wollte«.
Neuausgabe mit dem Text der Ausgabe »Ernst Cassirer. Gesammelte Werke, Bd. 15« (2003) in der alle Zitate und Literaturangaben Cassirers durchgängig überprüft und gegebenenfalls berichtigt sowie von Cassirer in deutscher Übersetzung angeführte Zitate in der Originalsprache hinzugefügt wurden. Dem Band ist eine Einleitung des Herausgebers beigegeben, in der über die Entstehungs-, aber auch über die unmittelbare Rezeptionsgeschichte des Buches berichtet wird.
Inhaltsverzeichnis
1;INHALT;6 2;EINLEITUNG;8 3;BIBLIOGRAPHIE DER REZENSIONEN;22 4;ERNST CASSIRER DIE PHILOSOPHIE DER AUFKLÄRUNG;26 4.1;VORREDE;30 4.2;Erstes Kapitel. Die Denkform des Zeitalters der Aufklärung;38 4.3;Zweites Kapitel. Natur und Naturerkenntnis im Denken der Aufklärungsphilosophie;74 4.4;Drittes Kapitel. Psychologie und Erkenntnislehre;134 4.5;Viertes Kapitel. Die Idee der Religion;177 4.6;Fünftes Kapitel. Die Eroberung der geschichtlichen Welt;243 4.7;Sechstes Kapitel. Recht, Staat und Gesellschaft;282 4.8;Siebentes Kapitel. Die Grundprobleme der Ästhetik;325 5;ABKÜRZUNGEN;414 6;SCHRIFTENREGISTER;416 7;PERSONENREGISTER;440