Ich hätte mir gewünscht, dass nicht nur Zeichnungen, sondern auch richtige Fotos drin sind, um Verwechslungen zu vermeiden. 2.5/5 Punkten.
Christine Rauch - aka Survival Siglinde (warum eigentlich Siglinde?!) - ist wohl eine Influencerin, die gerne wilde Pflanzen isst und diese anderen Menschen ebenfalls nahebringen möchte. Das finde ich prinzipiell eine mega Idee (und der Kosmos Verlag wohl auch!). Deshalb liegt hier das hübsche, kleine Pflanzenbestimmungsbuch vor, das vor Thüringerischem Humor und netten Zeichnungen nur so strotzt. Essbare Pflanzen werden anhand der Illustrationen vorgestellt, ihr Geschmack beschrieben und es gibt jede Menge Rezepte. So weit, so cool - eigentlich. Denn uneigentlich ist das Buch nur unter Vorbehalt brauchbar. Das Problem ist nämlich, dass es nur diese Zeichnungen und verbale Beschreibungen gibt, keine echten Fotos zur sicheren Bestimmung. Und so nett diese Zeichnungen auch sind, so witzig auch die Sprüche von Survival Siglinde auch sein mögen, es ist fast unmöglich, nur anhand von ihnen eine wirklich sichere Bestimmung vorzunehmen. Natürlich halte ich nicht nach Pflanzen mit Augen Ausschau, aber einige der Pflanzen kenne selbst ich und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie wirklich durch diese Illustrationen allein richtig bestimmt hätte. Und das macht das Buch - gerade, weil Survival Siglinde auch schreibt, man soll nur essen, was man 100%ig bestimmt hat - beinahe unbrauchbar. Nicht völlig, denn die meisten der Pflanzen haben keine gefährlichen oder gar tödlich-giftigen Doppelgänger, aber wirklich nützlich ist das Buch so leider auch nicht. Schade. Ein paar gute Fotos hätten da schon Abhilfe geschaffen. 2.5/5 Punkten.