
Unsere digitale Gegenwart ist gekennzeichnet von Fragmentierung, Beschleunigung und Reizüberflutung. Dies findet seinen Ausdruck auch in visuellen Kulturen unserer Zeit. Die Bilder sind flüchtig, affektiv, überladen; sie stressen und werden selbst gestresst. Dieses Buch führt mit dem Begriff der Zerstressung eine neue Denkfigur ein, die diese Dynamik in ihren ästhetischen wie politischen Dimensionen greifbar macht. (Bild-)Störungen, politisch geprägte Erinnerungskulturen und widerständige Praktiken auch im Anthropozän rücken dabei ins Feld der Diskussion. Künstlerische Verfahren wie Glitchen, Montieren oder Fragmentieren erscheinen nicht nur als ästhetische Ausdrucksformen, sondern als aktive Modi der Kritik. Der Band verwebt Bildwissenschaft und politische Theorie - interdisziplinär, impulsgebend, zeitdiagnostisch.
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