Das Diakonische Werk Württemberg und seine Mitgliedsorganisationen unterhielten bis Ende der 1980er-Jahre Erholungsheime für Kinder, u. a. das Haus Hubertus in Scheidegg, das Haus Carola in Schönau bei Berchtesgaden und den Bühlhof in Königsfeld.
Betroffene, die als Kind in Kindererholungsheimen und -kurstätten untergebracht waren und Gewalt erfahren hatten, verschafften sich mit öffentlichen Auftritten, Presseberichten und Publikationen Gehör. Sie fordern von der Politik und den Trägerorganisationen eine Aufarbeitung des an ihnen begangenen Unrechts während der Verschickung.
Gudrun Silberzahn-Jandt erforscht im Auftrag des Diakonischen Werks Württemberg, was die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Mitarbeiter:innen in den drei ausgewählten Heimen erlebten. Anhand umfassender Quellen und mittels Interviews gibt sie Einblick in den Alltag der Erholungseinrichtungen, der durch viele leidvolle, aber auch manche schönen Momente geprägt war.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7
1 Einführung 11
1. 1 Genese dieser Studie 13
1. 2 Auswahl der drei Heime 15
1. 3 Forschungsstand und Fragestellung 18
1. 4 Quellenlage und Methode 23
1. 5 Historischer Überblick zum Kinderkur- und
Kinderverschickungswesen 31
2 Kurzvorstellung der drei untersuchten Heime 43
2. 1 Haus Hubertus in Scheidegg 44
2. 2 Haus Carola in Schönau bei Berchtesgaden 57
2. 3 Bühlhof in Buchenberg bei Königsfeld im Schwarzwald 66
3 Die Idee von Ordnung und Gemeinschaft
Verschickt in die Häuser Carola und Hubertus 71
3. 1 Theoretische Rahmung für die Einordnung von Gewalt
in Erholungsheimen 75
3. 2 Zugeordnet werden Vorbereitung und Fahrt 88
3. 3 Sich einordnen 105
3. 4 Sich unterordnen 122
3. 5 Misslingende Ordnung 143
4 Der Aufenthalt auf dem Bühlhof in Buchenberg 163
5 Fazit 175
Archivverzeichnis 177
Literaturverzeichnis 179
Abbildungsverzeichnis 191
Anhang 193