Minna ist 92 Jahre alt und weiß, was es heißt, allein zu sein. Seit geraumer Zeit kommen wechselnde Pfleger*innen in ihre überheizte Wohnung und plötzlich steht da Moni. Direkt und empathisch geht sie auf die alte Dame zu. Leicht ist das nicht.
Zwischen norddeutscher Sachlichkeit und einer geteilten Vorliebe für Puffreis entspinnt sich die Geschichte zweier Frauen, die auf den ersten Blick wenig verbindet. Eine preisgekrönte Erzählung feinfühlig, humorvoll und ein bisschen traurig. Sie zeigt: Es ist nie zu spät für Veränderung.
Pflege ist mehr als eine Dienstleistung. Sie ist Nähe, Routine - und manchmal der einzige regelmäßige Sozialkontakt. Aber was bedeutet das für diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind? Und für jene, die pflegen?
Minna Großmeister hat sich ihr Leben lang allein zurechtgefunden. Doch ihr Körper zwingt sie in eine andere Realität: zittrige Hände, grauer Star, ständige Müdigkeit. Bei den Besuchen des ständig wechselnden Pflegepersonals zählt Minna die gesprochenen Worte. Mal sind es 51, dann 79, nie ist es ein Gespräch. Bis Moni auftaucht.
Moni hört zu. Moni fragt nach. Moni kauft die richtigen Kartoffeln.
In eng getakteten Schichten, zwischen Resilienz und Resignation, wächst eine Verbindung, mit der in diesem System niemand rechnet.
Eine Erzählung über eigenwillige Einkaufslisten, intergenerationalen Austausch und Autonomie im Alter - und darüber, wie es ist, Hilfe nicht nur zu brauchen, sondern auch anzunehmen.