Bachelorarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften, Note: 2, 0, Universität Osnabrück (Geographie), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Bachelorarbeit untersucht die räumliche Verteilung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Bundesland Niedersachsen. Vor dem Hintergrund der Verkehrs- und Energiewende sowie der Ziele des "Masterplans Ladeinfrastruktur II" wird analysiert, wie unterschiedlich die Versorgung mit Ladesäulen in urbanen und ländlichen Räumen ausgeprägt ist und welche infrastrukturellen Lücken bestehen.
Die Untersuchung basiert auf einem GIS-gestützten, mehrskaligen Analyseansatz. Auf Landesebene werden die Landkreise und kreisfreien Städte Niedersachsens miteinander verglichen, um regionale Unterschiede sichtbar zu machen. Ergänzend erfolgt eine vertiefende Analyse der Städte Osnabrück, Hannover und Oldenburg sowie des Landkreises Osnabrück. Dabei werden unter anderem Ladesäulendichten pro Einwohner, flächenbezogene Kennzahlen sowie die räumliche Verteilung entlang wichtiger Autobahnen und Anschlussstellen untersucht.
Die Arbeit kombiniert quantitative Geodatenanalysen mit einem qualitativen Experteninterview aus der kommunalen Mobilitätsplanung. Dadurch werden die räumlichen Ergebnisse in einen praxisnahen planerischen Kontext eingeordnet.
Die Ergebnisse zeigen, dass Niedersachsen insgesamt vergleichsweise gut mit Ladeinfrastruktur ausgestattet ist, gleichzeitig jedoch deutliche räumliche Unterschiede bestehen. Besonders urbane Zentren und wirtschaftlich attraktive Standorte weisen hohe Ladesäulendichten auf, während periphere ländliche Räume teilweise unterversorgt bleiben. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über den bedarfsgerechten Ausbau der Elektromobilität und zeigt Potenziale für eine räumlich ausgewogenere Infrastrukturplanung auf.
Diese Bachelorarbeit untersucht die räumliche Verteilung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Niedersachsen. Mithilfe GIS-gestützter Analysen werden Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Räumen sowie entlang wichtiger Verkehrskorridore sichtbar gemacht. Ergänzt durch ein Experteninterview liefert die Arbeit praxisnahe Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Ausbaupotenziale der Elektromobilität im Kontext der Verkehrs- und Energiewende.