Das Buch eröffnet mit seiner innovativen Perspektive Auswege aus der verfahrenen drogenpolitischen Debatte zwischen Totalverbot und Radikalfreigabe. Es zeigt historisch den Möglichkeitsraum der kulturellen Einbettung von Drogenkonsum auf.
Opiumkonsum ist kulturfähig! Warum dies so ist, zeigt Gerrit Kamphausen anhand der Kultur- und Kriminalsoziologie des Opiumgebrauchs und einer kritischen Analyse von Drogendiskursen und der Drogenpolitik im 20. Jahrhundert. Dabei steht die Wirkung von 'Unwertideen' auf Formen der Drogenkultur und der Lebensführung der Konsumenten im Vordergrund. Die Untersuchung zeigt, dass sowohl der massenhafte Vertrieb von Drogen als moderne Konsumgüter wie auch das Totalverbot des Genusskonsums nicht geeignet sind, zu einem kulturell integrierten und damit möglichst schadfreien Drogengebrauch beizutragen.