Sophia ist Kriminalpsychologin und wacht mit einem mittelprächtigen Kater in ihrem Hotelzimmer auf. Der Urlaub auf Gut immenhof ist ihr Geschenk an sich selbst zum 45. Geburtstag. Dass keine zehn Zentimeter von ihrem Kopf entfernt die Hand ihres Ex Andreas liegt, kann sie nicht fassen. So betrunken kann sie gar nicht gewesen sein, dass sie ihn mit ins Zimmer genommen haben würde. Doch da sie einen Filmriss hat, ist sie sich doch nicht so ganz sicher. Und dann stellt sie fest, dass an dieser Hand kein Mensch hängt und schon steckt sie in einem echt massiven Problem!
Hach, die Wortspiele und der Humor von Dusse sind einfach genau mein Ding! Ich liebe es, wie er ganz normale Dinge total kompliziert, aber mit extrem viel Witz erzählt oder auch erzählen lässt. Sophia könnte auch Gerichtsmedizinerin sein, so umsichtig sie vorgeht und Spuren sichert. Und wie sie Spuren beseitigt, lässt sie fast schon wie einen Auftragskiller wirken. Es ist umwerfend komisch!
Dusse hat sich dafür entschieden, das Buch in vier Teile zu gliedern. Filmriss; Vor dem Filmriss; Nach dem Filmriss; Während des Filmrisses. Das gibt die Möglichkeit, zu verstehen, wie alles zustande kam. Die vorkommenden Figuren ergeben ein humorvolles Szenario, das erschreckend viel Sinn ergibt. Sophia gefällt mir ausgesprochen gut. Ihre Überlegungen und Handlungen finde ich bewundernswert. Ja, auch wenn das makaber ist, ich bewundere ihre Kombinationsgabe und daraus resultierenden Reaktionen. Die Dialoge sind köstlich! Der Schreibstil ist richtig gelungen. Einerseits trocken und sachlich, aber bei der passenden Betonung, wie eben von Dusse selbst beim Einlesen praktiziert, wird daraus eine trotz aller Dramatik und schrecklichen Geschehnisse eine spritzige Angelegenheit.
Ich hatte rundum viel Spaß bei der Story, auch wenn das schon fast morbide ist. Sophia ist meine absolute Heldin! Fünf Sterne!