Ein gut zubereiteter Suter, wie man den Autor kennt, allerdings mit ein wenig Längen dazwischen.
die zwischendrin den Plot wieder in Richtung Spannung ziehen und die Fährten, die der Autor legt, entbehren nicht der Raffinesse. Über den Plot möchte ich nichts verraten, es würde die Spannung rausnehmen. Der Roman hat seine Längen, die zwar immer wieder unterbrochen werden, eben weil der Handlungsverlauf ungewöhnliche Wendungen nimmt, dennoch zieht sich durch den gesamten Roman mal wieder der Blick in die Häuser der Superreichen und genau das hat mich zum Teil etwas gestört. Wenn schon laufend hervorragende italienische Rezepte auf den Tisch gelangen, dann hätte vielleicht im Anhang eine Rezeptsammlung das alles noch runder gemacht. Auch der ständige Alkoholkonsum, der sicherlich in der Nachschau betrachtet noch mehr begründbar ist als er es so schon war, wirkte teils lästig in seiner breit angelegten Ausführlichkeit. Dabei geht es mir nicht um die Tatsache, das so viel zu fast allen Tageszeiten konsumiert wurde, sondern das detaillierte Beschreiben, welches ich ermüdend fand. Ich hätte all diese Szenen deutlich gerafft. So aber, wirkte es auf mich so, als hätte der Autor die verlagliche Vorgabe gehabt, noch Seiten zu schinden. Dennoch, wenn man diesen Punkt beiseite legt, war es typisch gute Unterhaltung, so wie man sie von Martin Suter gewöhnt ist.