Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Matthias Egersdörfer wirklich tickt, der wird von der ersten bis zur letzten Minute dieses Programms köstlich unterhalten. Der Hörspiegel
"Matthias Egersdörfer vereint den tiefsinnigen Humor und den unschuldig-kindlichen Blick auf die Welt eines Karl Valentin mit den kalkulierten Zornesausbrüchen eines Gerhard Polt und ist doch weit mehr als eine Kombination aus beiden. (. . .) Tubist und Konterpart Heinrich Filsner erdet Egersdörfers verbale Blitze mit eigenkomponierten Intermezzi. Schon erstaunlich, wie schelmisch eine Tuba klingen kann." Winfried Borchert, Magdeburger Volksstimme
"Egersdörfer hat aber neben der Gabe des Nörgelns noch etwas ganz besonderes: Er kann sich beim Ereifern in wunderbar spinnerte Märchen verstricken, deren bildhafte Ausschmückung nichts zu wünschen übrig läßt. Wenn man dann vielleicht beginnt, die Realität zu vergessen, selbst in diese völlig verrückten Geschichten einzutauchen, hat er uns genau da, wo er uns haben will - denn jetzt ist der Moment, brutal die Hintertür zur Realität aufzureißen und uns wieder ind die ekelhafte Welt zu schubsen, an der er so leidet. Da leiden wir gerne mit. Unbedingt mal anhören!"
Frank Becker, Musenblätter
"Gegen die geistige Depravation und die bei der Geburt mitgelieferte opake Gemeinheit des Existierens (. . .) helfen die Aggressionen, die Egersdörfer mitunter gezielt am Publikum ausläßt, und die Fluchten in die Phantasie. Dann gleitet der schopenhauerianische Grantler in betörend surreale Ausschweifungen und -weitungen hinein, dann entstehen mäandernde Allegorien, hinter denen eine tiefe Sehnsucht nach Wahrheit, Freiheit, Schönheit schimmert. (. . .) Bei aller Wut, bei aller prononcierten und doch filigranen Obszönität dieser beschädigten Kleinbürgergestalt, die sich vergeblich gegen all die Zumutungen des Alltags auflehnt und manchmal an Polts große Nummern erinnert, ohne daß Egersdörfer den Monolithen vom Schliersee kopieren würde, erzählt sie zugleich in anrührenden Momenten von Verlust, Wehmut, der Angst des Versagens, der Unerbittlichkeit des Laufs der Dinge."
Jürgen Roth, junge Welt