Der Brandner Kaspar ist eine literarische Figur aus einer Erzählung Franz von Kobells in oberbairischer Mundart, die 1871 in den Fliegenden Blättern veröffentlicht wurde. Die Titelfigur Brandner Kaspar betrügt den als Person auftretenden Tod und ergaunert sich zusätzliche Lebensjahre. Dadurch entsteht zwar einige Verwirrung in der himmlischen Ordnung, doch am Ende wird der Kaspar von den Segnungen der ewigen Glückseligkeit überzeugt.
Kobells Ururgroßneffe Kurt Wilhelm bearbeitete und inszenierte 1975 das Werk seines Vorfahren für das Residenztheater in München. [1] Die Fassung Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben stand seitdem über 1000 Mal im Programm des Bayerischen Staatsschauspiels und wurde von über 60 Bühnen übernommen. Wilhelm fügte auch die zahlreichen und nun doch stark humoristischen "himmlischen Szenen" hinzu. (Quelle: Wikipedia)
Kurt Wilhelm, 1923 in München-Schwabing geboren, hat in Wien Schauspiel und Regie studiert und
war zunächst Theaterdramaturg und Schauspieler in Stuttgart. Ab 1945 Regisseur, Autor und Abteilungsleiter beim Hörfunk Radio München (u. a. Brumml-g'schichten, Fleckerlteppich, Hörspiele).
Für sein Stück "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden, dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse, der Ludwig-Thoma-Medaille "München leuchtet" in Gold sowie weiteren Preisen ausgezeichnet.
Kurt Wilhelm schrieb Romane und Sachbücher, war Präsident der Autorengruppe "Münchner Turmschreiber" und Geschäftsführer der Richard Strauss Gesellschaft.