Der Auftakt der Reihe ist rasant und sofort hat man Arvelle ins Herz geschlossen. Eine süchtige und verstorbene Mutter, zwei jüngere Brüder, von denen einer schwer krank ist und mittellos, kämpft sie um ihr Überleben und das ihrer Brüder.
Zuerst musste ich für mich sortieren, wer was ist und wo er in dieser Welt steht, doch durch den guten Schreibstil ist es schnell und einfach gelungen. Nur die Namen, die teilweise ähnlich sind, haben mir etwas zu schaffen gemacht. Aber sonst sind alle Figuren gut dargestellt und man kann sie und ihre Charaktere gut nachvollziehen.
Neben der Hauptintrige gibt es viele kleinere Intrigen und persönliche Animositäten, die die Geschichte spannend, unterhaltsam und rasant machen. Ich habe das Gefühl, man kommt gar nicht dazu, Luft zu holen, weil schon das nächste Ereignis ansteht. Nicht alle Geschehnisse sorgen gleich für eine Wendung der Geschichte, doch das müssen sie auch nicht. Sie tragen die Geschichte und bringen uns die unterschiedlichen Protagonisten, ihre Ränge und Verbindungen näher.
Die Szenen sind so gut beschrieben, dass ich das Gefühl habe, ich wäre direkt selbst vor Ort und muss mich ducken oder wegdrehen, um nicht bei einem Kampf verletzt zu werden.
Mit der Wendung am Ende habe ich nicht gerechnet, auch wenn vorher einige Wendungen vorhersehbar waren, überraschte es mich richtig und der Cliffhanger ist fies, auch wenn ich damit gerechnet habe, dass es einen geben wird. Doch hier möchte ich nicht nur wissen, wie es mit dem Imperator und dem Kampf weitergeht, sondern auch, wie es mit Arvelle und den Brüdern weitergeht, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich da mehr anbahnt als eine einfach Liebesgeschichte, die schon vor so vielen Jahren angefangen hat.