Inhalt:
Isla möchte in Belle Haven neu anfangen. Doch da sie, wenn sie jemandem in die Augen sieht, denjenigen zu Stein erstarren lässt, ist der Neuanfang alles andere als leicht. Über mehrere Jahrhunderte hinweg wurde sie als Monster gejagt, das alle Welt als Medusa kennt. Aber mit den tatsächlichen Begebenheiten haben die Legenden wenig zu tun. An der Uni in Belle Haven findet sie unerwartet schnell Anschluss. Allerdings darf sie unter keinen Umständen jemanden zu nahe an sich heranlassen und sich vor allem nicht verlieben. Ausgerechnet zu Adrian fühlt sie eine nicht zu ignorierende Anziehung. Isla will Adrian vertrauen, aber seltsame Zufälle und Ereignisse häufen sich, die sie skeptisch machen und sie befürchtet, dass die Götter sie längst in Belle Haven gefunden haben.
Meinung:
Villains are Made habe ich als Hörbuch gehört. Martha Kindermann verleiht hierbei ihre Stimme an Isla beziehungsweise Medusa. Das Buch ist aus Sicht der weiblichen Hauptprotagonistin geschrieben, die in der Vergangenheit Medusa und in der Gegenwart Isla genannt wird. So erfahren wir im Laufe des Buches mit Rückblicken in Medusas bisheriges Leben von den Ereignissen, die letztendlich zur Gegenwart von Isla geführt haben.
Der Schreibstil von Julia Holz ist sehr eingängig und führt einen mitten ins Geschehen. Ich konnte der Geschichte sehr gut folgen. Zu Beginn den Buches hatte ich jedoch einige Schwierigkeiten den roten Faden und den Handlungsstrang zu verfolgen, dies hat für mein Empfinden etwas zu lange gedauert, bis ich mich richtig auf das Geschehen einlassen konnte. Ab Beginn des zweiten Drittels war davon jedoch nichts mehr zu spüren und das Buch hat auf mich eine regelrechte Sogwirkung entwickelt.
Die Charaktere in Villains are made sind toll gewählt, mit individuellen Eigenschaften versehen und sehr liebenswürdig. Islas Entscheidungen konnte man auch durch die eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit gut nachvollziehen. Auch die andere Nebencharaktere wie Thea, Adrian, Silas, Quinn, Grace und Reed sind toll beschrieben und machen die gesamte Geschichte um Isla beziehungsweise Medusa wunderbar vollständig.
Insbesondere im letzten Drittel des Buches habe ich mit den Charakteren mitgefiebert.
Es gibt einen kleinen Spiceanteil im Buch, der in meinen Augen genau richtig gewählt ist und an keiner Stelle überflüssig oder konstruiert wirkt.
Wer gerne Fantasy mit einem kleinen Teil Romance liest und darüber hinaus an griechischer Mythologie interessiert ist, wird hier auf jeden Fall fündig. Mir hat dieser erste Teil trotz kleinerer Schwächen wie oben beschrieben, sehr gut gefallen und ich bin schon auf die Fortsetzung Enemies are Made gespannt.