Mit Ungelöst - Die erste Zeugin läutet Arno Strobel eine neue Thriller-Serie ein und gründet mit ihr die ungewöhnliche Münchner Cold-Case-Einheit rund um Brunner und Menkhoff.
Luisa Menkhoff besitzt ein eidetisches Gedächtnis, wurde als Fünfjährige entführt, während ihr Vater die Ermittlungen leitete und es ihm gelang sie aus den Händen des Psychiaters Dr. Joachim Lichner zu befreien. Mittlerweile studiert Luisa Medizin, doch als sie die ehemalige Lebensgefährtin ihres damaligen Entführers, Nicole Klement, auf einem Suchplakat entdeckt, wird sie von der Vergangenheit eingeholt und wendet sich an die Polizei. Dort trifft sie auf den zukünftigen Cold-Case-Ermittler Ramin Brunner, der sie kurzerhand als externe Beraterin zu den Untersuchungen hinzuzieht, um dem Vermisstenfall gemeinsam nachzugehen.
Die Idee Cold-Case-Fälle mit den Fähigkeiten eines eidetischen Gedächtnisses zu verbinden finde ich überaus gelungen. Das war es letztendlich auch, was mich neugierig auf das Buch gemacht hat, welches ich übrigens als Hörbuch gehört hab und auch sehr empfehlen kann. Die Spannung wurde bis zum Schluss aufrecht gehalten, die Handlung war nachvollziehbar und geschickt konstruiert. Die beiden Hauptakteure, wie auch die Nebencharaktere haben mir allesamt sehr gut gefallen. Ich empfand sie als sympathisch, stark gezeichnet und auch beschrieben. Was mir jedoch ein wenig gefehlt hat sind tiefergehende Informationen zu den Hintergründigen, so z.B. zu den ursprünglichen Motiven des Entführers. Einige spannende Details wurden für meinen Geschmack einfach nicht ausreichend aufgeklärt. Ansonsten hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen.
Fazit: Insgesamt ein sehr spannender Thriller und gelungener Reihenauftakt, an dem ich sicher dran bleiben werde!