Das Cover und der Titel vermitteln den Eindruck, dass es sich bei diesem Buch um einen Wohlfühlroman handelt mit maritimen Flair, doch dieser Roman greift so viele Themen auf, dass er nicht nur zum Wohlfühlen, sondern vor allem zum Nachdenken anregt.
Zwischendurch ist es mir etwas zu langatmig, dennoch ist es gut und flüssig geschrieben. Die Umgebungen sind so beschrieben, dass man sich gut vorstellen kann, selbst vor Ort zu sein. Leider kommt für meinen Geschmack das Meer zu wenig vor, aber das mag für Menschen, die nicht selbst am Meer wohnen, nicht so zu sein. Ich hätte gedacht, es sind mehr Szenen, die am Meer spielen oder eine Verbindung zum Meer haben, aber das sind meine Erwartungen und daher nicht entscheidend für die Bewertung der Geschichte.
Interessant finde ich, wie die Autorin es nicht nur schafft so viele Themen direkt anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen, sondern auch Themen eher indirekt anzusprechen, sodass der Leser selbst darauf kommen kann. Natürlich sind einige Themen wichtig für die Geschichte und entsprechend ausgestaltet, aber nicht alle. Sonst wäre die Geschichte zu schwer und würde die Leichtigkeit verlieren, die ich von der Autorin kenne.
Leider lässt sich mich mit einigen Fragen gerade bzgl. des Verhaltens von Ben zurück.
Für mich war es kein leichter Wohlfühlroman, sondern eine schöne Geschichte mit mehr Tiefgang, als ich erwartet habe.
Die Hörbuchstimme ist angenehm und ich konnte ihr gut zuhören.