Magisch erzählt von Liebe und zweiten Chancen, von Familien, die durch die rechte Gesinnung einzelner Mitglieder gespalten werden, und zugleich von einem familiären Zusammenhalt, der dieser Spaltung trotzt. Die Geschichte thematisiert aktuelle und lebensnahe Fragen und stellt Zivilcourage, Menschlichkeit und die Kraft des füreinander Einstehens in den Mittelpunkt.
Der Erzählstil ist dabei locker und heiter, witzig und teils etwas derb. Die Ich-Erzählerin Marie spricht die Lesenden häufig direkt an, mit frechen und flapsigen Anmerkungen und Appellen, was bei mir eine gewisse Nähe hergestellt hat, fast so, als ob sie die Geschichte mir direkt und persönlich erzählt.
Die Lesung von Lisa Hrdina hat diesen Erzählstil perfekt interpretiert. Mit ihrer angenehmen Stimme trifft sie genau den Ton, den die Geschichte meiner Meinung nach braucht und den ich in meiner Vorstellung beim Lesen hätte. Den einzelnen Charakteren hat die Sprecherin mühelos jeweils eine eigene Stimme gegeben, sodass der Erzählung beim Zuhören einfach zu folgen war.
Besonders gut gefallen haben mir die Leichtigkeit und der Humor, mit dem die teils schweren Themen behandelt werden, ohne dabei ihre Ernsthaftigkeit zu verlieren, sowie die ganz besondere Stimmung der Geschichte, die schon an magisch grenzt. Nicht zuletzt haben die sympathischen Protagonisten die Geschichte zu einem wunderbaren Lese- bzw. Hörvergnügen gemacht, mit ihrer Echtheit, ihrer Originalität und Eigenwilligkeit, ihrer Unperfektheit.
Magisch ist ein kluges, witziges und warmherziges Lesevergnügen, das ich unbedingt weiterempfehle.