Vor dem Film musste ich doch mal schon reinhören. Ich fand die Friends-to-Lovers-Geschichte über Urlaube erzählt auf jeden Fall unterhaltsam
"People We Meet on Vacation" startet dieser Tage als Buchverfilmung bei Netflix und da ich die frühen Bücher von Emily Henry noch nicht kenne, war es doch die ideale Gelegenheit, um vorher die deutsche Übersetzung "Kein Sommer ohne dich" als Hörbuch nochmal reinzuschieben.Ich habe wie gesagt noch nicht alles von Henry gelesen, aber mir ist jetzt schon klar, dass es eine Autorin ist, die entweder genau richtig liegt oder eher total daneben. Zum Glück war das bislang für mich nur bei "Great Big Beautiful Life" der Fall und "Kein Sommer ohne dich" gehört dankenswerterweise auch nicht dazu. Die Geschichte wird von Nora Jokhosha gelesen, eine bislang noch völlig neue Stimme, aber sie hat Poppy gut für mich verkörpert. Ich hatte zwar Gedanken, dass ich gerne auch die Perspektive von Alex gehabt hätte, der mir charakterlich näher ist, aber Poppy wurde dennoch gut aufgefangen, wenn sie auch manchmal ihre schwierigen Momente hatte. Aber das natürlich auch mit Absicht. Sie ist im Grunde nämlich die Figur, die auf eine zentrale Reise geht. Sie ist diejenige, die sich stets nicht wohl fühlte, wo sie herkommt, die viele Schamgefühle hat, die viel Unruhe in sich verspürt. Sie ist quasi ständig auf der Flucht und dementsprechend kommen ihre Entscheidungen rüber.Wenn es viele Zeitsprünge gibt, dann sind Hörbücher für mich immer etwas schwieriger im Verständnis, weil ich mich im Buch durch optische Sachen besser orientieren kann. Aber hier ging es noch, weil die Freundschaft von Alex und Poppy über die Urlaube erzählt wird und da gab es einige. Es war schon ein interessantes Stilmittel, ähnlich wie "Zwei an einem Tag". Insgesamt sind die beiden Geschichten sich sehr ähnlich, wobei wir hier bei Henry eindeutig die lustigere und auch leichtere Variante haben. Man kann aber keinesfalls sagen, dass es keinen Tiefgang gäbe. Ich finde durch die großen charakterlichen Unterschiede von Alex und Poppy gab es da schon viel, worüber sie in Konflikt geraten sind und worüber man nachdenken konnte. Es gab aber auch Momente, die man sich aufgrund der lustigen Momente herrlich vorstellen konnte. Aber es ist an keiner Stelle so, dass man um das Happyend fürchten müsste.Fazit: "Kein Sommer ohne dich" ist eins der älteren Bücher von Henry, was nun als Film adaptiert wurde und da wollte ich das Buch doch vorher noch gelesen habe. Das habe ich nicht bereut. Es ist eine schöne Friends-to-Lover-Geschichte, die über die gemeinsamen Urlaube erzählt wird. Nun bin ich auf den Film gespannt.