Der Psychothriller beginnt ganz klassisch mit einer harmlosen Feier und wird aus der Perspektive von Anna erzählt, die gegenüber den toten Dr. Taylor findet. Beide Familien sind eng miteinander verbunden. Nach und nach werden Geheimnisse gelüftet, die vorher langatmig angedeutet wurden. So richtig überraschend war die Entwicklung nicht, vieles wirkte lahm und war dadurch langatmig. Die Charaktere und ihre Handlungen sind oft nicht nachvollziehbar, da ihre Beweggründe und weitere Geheimnisse unklar sind. Dadurch wirkte die Spannungskurve zu gewollt. Die Erzählperspektive wechselt regelmäßig, aber das macht die Geschichte nicht spannender. In der Gegenwart passiert wenig, Rückblicke mit Erinnerungen und Familiengeheimnissen klären ab und zu etwas auf. Von Anfang an ist die Anzahl der möglichen Täter überschaubar und jeder rückt nacheinander in den Fokus. Alles in allem ist die Geschichte sehr konstruiert und unrealistisch.
Die Sprecherin hat mir gut gefallen, man kann alles gut verstehen und die Aussprache wirkt sehr natürlich. Ab und an fand ich die Gespräche zwischen Anna und Lilly etwas anstrengend, da stellenweise pathetisch, aber da war wohl eher die Vorlage das Problem und nicht die Sprecherin.