Guter Auftakt zu einer Trilogie ... endet mit einem Cliffhanger, Teil zwei parat zu haben nach dem Genuss des ersten, empfiehlt sich sehr ¿
Mit "Der Strand: Vermisst" präsentiert Karen Sander, ein Pseudonym, hinter dem sich die erfolgreiche Autorin Sabine Klewe versteckt, einen gelungenen Auftakt ihrer Ostsee-Trilogie rund um das eher ungewöhnliche Ermittlerduo bestehend aus Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger. In Sellnitz, einem fiktiven und geheimnisvoll anmutenden Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, begeben sich die beiden auf die Suche nach der verschwundenen gehörlosen Lilli, die dort mit ihren Großeltern lebt. Die Suche gestaltet sich schwierig. Zum einem fehlen außer einer Handynachricht an eine Freundin, jegliche Spuren, zum anderen sind mögliche involvierte Parteien alles andere als kooperativ bei der Fahndung. Der komplex aufgebaute Fall präsentiert Tom und Mascha schließlich mehr als einen möglichen Tatverdächtigen und auch mehr als ein dunkles Geheimnis der Vergangenheit wird an die Oberfläche gespült ...Der Schreibstil des Kriminalromans bleibt durch seine kurzen Kapitel und häufigen Perspektivenwechsel durchgehend spannend. Persönliche Probleme, Nöte und Sorgen nicht nur der Ermittler, sondern auch der Dorfbewohner, verleihen der Geschichte eine persönliche Note und so freue ich mich doch sehr, dass ich mit Band zwei der Trilogie, die sich bereits auf meinem SuB befindet, nahtlos weitermachen kann. Doch zunächst vergebe ich für diesen ersten Teil gerne vier solide Sterne verbunden mit einer Leseempfehlung an alle Krimileserinnen und -leser, die gerne auch mal einen ruhigeren Krimi genießen möchten.