**Bewertung des E-books**
Element High hatte mich tatsächlich von Anfang an in seinem Sog. Der Schreibstil des Autors ist unglaublich angenehm und flüssig und hat dafür gesorgt, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Noch bevor ich überhaupt am Ende angekommen war, hatte ich schon das Bedürfnis, mir die weiteren Bände zu kaufen. Mein SuB wird durch dieses Buch also definitiv nicht kleiner. lach
Besonders begeistert hat mich, wie durchdacht die Welt rund um die Element High ist. Es werden nicht nur die großen magischen Dinge erklärt, sondern auch viele kleine Fragen beantwortet, die mir beim Lesen automatisch durch den Kopf gingen: Wie können sich Schüler aus aller Welt miteinander verständigen? Wie wird die Schule finanziert? Wer bezahlt das Essen? Wie funktioniert Magie überhaupt und welche Konsequenzen kann sie haben? Solche Details lassen die Welt unglaublich rund wirken und haben bei mir dafür gesorgt, dass ich immer tiefer eintauchen konnte.
Auch das Leitbild der Element High hat mir richtig gut gefallen. Toleranz, Zusammenhalt, Weltoffenheit und die Wertschätzung von Verschiedenheit spielen eine große Rolle. Gleichzeitig sollen die Schüler lernen, Dinge kritisch zu hinterfragen sogar ihre Lehrer. Diese Werte werden nicht einfach nur genannt, sondern ziehen sich immer wieder durch die Geschichte.
Natürlich sind mir bei einer Geschichte über eine Zauberschule zwischendurch kleine Parallelen zu einem sehr bekannten Zauberschüler aufgefallen. Für mich fühlte sich Element High trotzdem zu keiner Zeit wie eine Kopie an. Der Autor entwickelt mit den Elementen, Magiepunkten, verschiedenen Gilden, ungewöhnlichen Unterrichtsfächern und vielen weiteren Ideen eine ganz eigene magische Welt.
Sehr schön fand ich außerdem, wie die Zeit erzählt wird. Es muss nicht jeder einzelne Schultag ausführlich beschrieben werden. Durch kleinere Zeitsprünge und Zusammenfassungen vergeht ein ganzes Schuljahr, ohne dass ich das Gefühl hatte, etwas Wichtiges zu verpassen. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für die vielen Geheimnisse der Schule. Immer wieder tauchen scheinbar nebensächliche Details auf, bei denen ich zunächst dachte, sie wären einfach nur eine nette Idee und plötzlich werden sie später doch noch wichtig. Das hat mich mehr als einmal überrascht.
Dazu kommt eine wunderbare Mischung aus Spannung und Humor. Eine Mumie als Archäologielehrer, die selbst Angst vor der Dunkelheit hat, werde ich beispielsweise so schnell nicht vergessen. Gleichzeitig wird die Geschichte zunehmend spannender und einige Fragen, die sich während des Lesens angesammelt haben, werden nach und nach beantwortet.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Freundschaft zwischen Philip, Alika, Raban und Nanuk. Die vier entwickeln sich zu einer Gruppe, die füreinander einsteht und gemeinsam durch ziemlich verrückte und gefährliche Situationen geht. Auch Philip selbst macht im Laufe seines ersten Schuljahres eine tolle Entwicklung durch. Gerade das Ende zeigt noch einmal sehr schön, was er an der Element High gelernt hat und dass Stärke nicht unbedingt bedeutet, die eigenen magischen Fähigkeiten einzusetzen.
Für mich war Element High ein richtig gelungener Auftakt. Eine fantasievolle und erstaunlich durchdachte magische Welt, sympathische Charaktere, Humor, Spannung und jede Menge Geheimnisse haben dafür gesorgt, dass ich die Element High nur sehr ungern wieder verlassen habe. Zum Glück gibt es weitere Bände auch wenn mein SuB darüber vermutlich weniger glücklich sein dürfte.