Im Urwald Gabuns, 1895. Mary Kingsley geht ihren Begleitern voraus und nimmt eine Abkürzung. Im nächsten Augenblick liegt sie gut vier Meter tief in einer Wildfallgrube, auf angespitzten Pfählen aus Ebenholz. Sie kommt mit blauen Flecken davon, dank ihres dicken Rockes. In England hatte man ihr zu Männerkleidung geraten. In solchen Augenblicken, schreibt sie trocken, erkenne man den Segen eines guten, dicken Rockes.
Mary Kingsley war dreißig, unverheiratet und hatte nie eine Schule besucht, als sie zum ersten Mal an die Küste reiste, die man das Grab des weißen Mannes nannte. Sie reiste als Händlerin, sammelte Fische für das Britische Museum, fuhr den Ogowe hinauf, wanderte durch das Land der Fan und bestieg den Großen Kamerunberg. Ihr Buch ist Abenteuer, Völkerkunde und Streitschrift zugleich, und es ist ein Dokument seiner kolonialen Zeit. Es ist für alle, die Entdeckerinnen und Reiseliteratur lieben, weil Kingsley jede Gefahr so lakonisch erzählt, dass man lachen muss.
Die deutsche Neuübersetzung von Franziska Schmidt entstand KI-gestützt und wurde von der Übersetzerin bearbeitet. Sie folgt der gekürzten Ausgabe, die noch 1897 mit einem eigenen Vorwort der Verfasserin erschien. Gekürzte Fassung. Dieses Hörbuch wurde mit KI-Stimmtechnologie erstellt mit der lizenzierten Stimme des Vorlesers Hans Jochim Schmidt.