In diesem zweiten Teil der Reihe rund um die neugierige Journalistin mit kriminalistischem Spürsinn, Charlotte Schrader, wird es erneut turbulent: Ein wertvolles Gemälde verschwindet spurlos, und der Kurator einer renommierten Ausstellung wird tot aufgefunden. Ein Zusammenhang zwischen dem, was zunächst wie ein klassischer Kunstdiebstahl wirkt, und dem Todesfall, liegt nahe. Doch der Fall entpuppt sich bald als ein raffiniert gesponnenes Netz aus Intrigen, Geheimnissen und überraschenden und witzigen Wendungen, wie sie sich nur aus den kleinen menschlichen Schwächen ergeben können.
Die Protagonistin stolpert wie gewohnt mit einer Mischung aus Neugier, Witz und unbeabsichtigtem Charme in die Ermittlungen. Ihre Beobachtungsgabe und ihr journalistisches Gespür machen sie zur perfekten Amateurdetektivin. Die Dialoge sind spritzig, die Nebenfiguren liebevoll gezeichnet, und die Atmosphäre bleibt trotz des Mordes angenehm leicht ganz im Stil des Cosy-Krimis. Nicht zuletzt dank Charlottes Familie und den Kollegen aus der Redaktion, wo wirklich die unterschiedlichsten Charaktere aufeinandertreffen, die von der Autorin mit viel Wortwitz und Esprit lebensecht dargestellt werden.
Leider trübt die Sprecherin das Hörvergnügen merklich. Ihre monotone Lesart lässt die lebendige Handlung stellenweise blass wirken. Das hohe Lesetempo erschwert es, der Geschichte entspannt zu folgen, und die fehlende stimmliche Differenzierung zwischen den Figuren führt zu Verwirrung. Hier hätte eine nuanciertere Interpretation dem Hörbuch deutlich mehr Witz und Charme verliehen.
Fazit: Der Abzug bei der Bewertung geht allein auf die Kappe der Sprecherin, die den hintergründigen Wortwitz des Buches, der beim Lesen so schön zu spüren ist, nicht wiedergeben konnte. Trotzdem: Ein unterhaltsamer Krimi mit einem cleveren Plot ideal für Fans von leichten, aber spannenden Geschichten.