Sehr emotional, jedoch mit einigen Schwächen
¿¿¿¿¿¿¿¿¿:¿¿¿¿¿¿-"Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben."-Genau 100 Seiten lang hat es gedauert, bis die ersten Tränen liefen. Für mich gehört es mittlerweile zur Normalität bei einem Buch von Hera Lind. Bei dieser Autorin wird übrigens auch nicht gezögert, ob das neue Buch gekauft werden soll oder nicht. Es landet im Warenkorb und schon bin ich happy. Leider konnte mich diesmal ihr neuestes Werk nicht so recht überzeugen. Obwohl ich größten Respekt vor der Protagonistin Claudia hatte. Das Buch wurde zurecht "Die Löwenmutter" genannt, da Claudia nicht nur eine absolute Kämpferin ist; sondern auch eine wundervolle, starke und liebevolle Frau. Ich fand es absolut faszinierend, dass sie nie ihren Glauben verloren hat, egal was in ihrem Leben passiert ist - sie überwindet jede Hürde. Und diese bedingungslose Liebe, die sie für ihren ganze Kinder empfindet, aber auch für ihren Mann Florian war für mich vollkommen greifbar. Im Laufe der Geschichte konnte ich jedoch ab einem gewissen Punkt ihr Handeln einfach nicht mehr nachvollziehen. Es war einfach nur erschreckend, was sie alles mit sich lassen hat. Was sie alles einstecken musste ohne sich richtig zu währen. Aus meiner Sicht eine absolute red flag. Ob es sich um ein Happy End handelt oder nicht, muss jeder am Ende des Buches für sich selbst entscheiden. Es war auf jeden Fall nochmal höchst emotional, denn das habe ich so nicht kommen gesehen. Leider hatte ich diesmal auch meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Vielleicht lag es einfach an dem "geschriebenen Dialekt", doch ich hatte zwischendurch wirklich Mühe mich durch den Text zu kämpfen. Für mich persönlich bisher eines der schwächeren Bücher.