Unterhaltsam, aber die Prota nervte...
Sydney Shaw träumt von der großen Liebe, doch ihre bisherigen Dates entpuppten sich alle als Reinfall. Vor allem das letzte mit Kevin, der ihr "Nein¿ einfach nicht akzeptieren will. Zum Glück springt ihr Bonnie zur Seite, ihre beste Freundin. Doch am nächsten Tag ist Bonnie tot. Hat Sydneys Date etwas damit zu tun? Oder Bonnies mysteriöser Freund?"Der Freund¿ stammt aus der Feder von Freida McFadden, bei der ich immer wieder gerne zugreife. Die Autorin ist auch sehr produktiv, man kommt kaum mit dem Lesen nach.Ihr Bestseller "The Housemaid - Wenn Sie wüsste¿ bleibt zwar unübertroffen, dennoch hat mich der vorliegende Roman ganz gut unterhalten. Nicht McFaddens beste Story, aber spannende Thrillerkost für zwischendurch.Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven wechseln sich dabei ab: die 34-jährige Sydney in der Gegenwart und der 16-jährige Tom in der Vergangenheit. Sydney, eine aktive Dating-App-Nutzerin, sowie Tom, der seinen Vater hasst und unsterblich in seine Mitschülerin Daisy verliebt ist. Und dabei blutige Gedanken hegt. Sydney hat mich ehrlich gesagt ziemlich genervt. Ihr Leben kreist nur um sich selbst, das nächste Date, die Dating-App und ihren perfekten Traummann. Sie agiert sehr naiv, nicht gerade clever und ignoriert viel zu lange deutliche Zeichen. Mit Tom wurde ich aber auch nicht richtig warm. Er hat schon ziemlich merkwürdige Gedanken und Vorlieben...Trotzdem lesen sich die Seiten leicht und locker weg und wirklich langweilig wurde es nie - bis zum finalen Twist, den ich nicht habe kommen sehen. Ein gelungener Schachzug der Autorin. Das Ende hatte ich so auch nicht erahnt.Insgesamt kann ich daher "Der Freund¿ mit Abstrichen bei den Figuren empfehlen. Ein unterhaltsamer und leicht lesbarer Thriller für zwischendurch, für den ich 4 Sterne vergebe.