Als ich "In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar" in die Hand genommen habe, war ich sofort neugierig, denn schon der Titel verspricht Sprachwitz und gute Laune. Und genau das hält dieses Buch auch! Bodo Wartke greift bekannte Zungenbrecher auf und spinnt sie zu humorvollen, gereimten kleinen Geschichten weiter, die nicht nur zum Lesen, sondern vor allem zum Lautlesen und Mitsprechen einladen.
Mich hat besonders begeistert, wie spielerisch hier mit Sprache umgegangen wird, denn aus scheinbar einfachen Wortspielereien entstehen absurde, fantasievolle Szenen, bei denen man automatisch schmunzeln muss und sich gerne selbst an der korrekten Aussprache versucht. Die Texte haben einen starken Rhythmus und einen hohen Wiedererkennungswert, wodurch sie sowohl Kindern als auch Erwachsenen Freude bereiten. Unterstützt wird das Ganze durch farbenfrohe, lebendige Illustrationen, die den Humor der Texte aufgreifen und die kleinen Geschichten visuell ergänzen, ohne sie zu überladen.
Besonders schön finde ich, dass dieses Buch Sprache nicht erklärt, sondern erlebbar macht: Man spielt mit Wörtern, stolpert über Laute, lacht über Versprecher und merkt dabei kaum, wie sehr Sprachgefühl und Artikulation geschult werden. Für mich ist dieses Buch eine wunderbare Einladung, Sprache als etwas Lebendiges und Kreatives zu entdecken, und ein Titel, der sich hervorragend für gemeinsames Lesen, Vorlesen oder auch für den Einsatz in Schule und Unterricht eignet.