Die junge Cecilia arbeitet hauptsächlich als Online-Nachhilfelehrerin, zusätzlich jobbt sie noch als Housesitterin und passt dabei auf luxuriöse Wohnungen oder Häuser auf. Der Tod ihrer Mutter hat sie aus der Bahn geworfen und sie kann kaum ihr kleines WG-Zimmer bezahlen.
Nun wird Cecilia auf einer privaten Ostseeinsel abgesetzt, auf der sich eine prächtige Villa der einflussreichen Familie Waldner befindet. Doch Cecilia ist nicht zufällig hier, sie hat seit ein paar Monaten eine Beziehung mit Johannes Waldner, dem Sohn des verstorbenen Besitzers. Und auf die Insel kommt auch noch Besuch: Cecilias beste Freunde Ying und Nick, sowie Nicks neue Freundin Anastasia. Johannes möchte die Freunde von Cecilia gern kennenlernen.
Doch es gibt geheimnisvolle Verbindungen zwischen den jungen Leuten und schon im Prolog erfahren wir, dass einer von ihnen sterben wird.
Meine Meinung zu diesem Thriller:
Mir hat gut gefallen, dass man als Leser gleich in die Handlung hineingeworfen wird. Schon im Prolog erfahren wir, das sich im Pool eine Leiche befindet. Den Aufbau der Geschichte finde ich auch gut: Es gibt kurze Kapitel aus der Sicht von Cecilia, Johannes und Nick, jeweils in der Ich-Perspektive geschrieben. Die Geschichte wird mit einigen Zeitsprüngen geschildert. Dazu gibt es in der Handlung viele Geheimnisse und einige überraschende Wendungen.
Besonders gut lernt man Cecilia kennen, man verfolgt mit, wie sie die Kleider der Hausbesitzerinnen anzieht und ihr Make-up benutzt. Anfangs macht Cecilia einen oberflächlichen Eindruck, aber wir erfahren bald mehr von ihr.
Ihr Partner Johannes ist für mich ein unsympathischer, verwöhnter junger Mann, der allerdings auch interessant geschildert wird.
Das Tempo des Thrillers empfinde ich als rasant und abwechslungsreich. Ich habe das Buch schnell weggelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.
Schade fand ich, dass man über Ying und Anastasia nur wenig erfahren konnte. Zum größten Teil hat mir die Sprache von Emily Rudolf gut gefallen. Was das Niveau des Buches ein wenig nach unten gezogen hat, waren die Erotikszenen, die mit dem bösen F-Wort geschildert wurden.
Insgesamt empfand ich diesen Thriller als gelungen und würde ihn auch weiter empfehlen.