Das Krimiautoren-Duo Arne Dahl und Jonas Moström schickt mit ihrem Reihenauftakt der neuen True-Fiktion Trilogie Doppelspiel den, unter einer Schreibblockade leidenden, Krimiautor Tom Borg an den Start. Nach seinen letzten großen Erfolgen, macht sich dieser aus Recherchezwecken und auf der verzweifelten Suche nach Inspiration auf in einen anrüchigen Stockholmer Club, wo er nicht nur Zeuge eines Mordes, sondern schnell auch zum Hauptverdächtigen wird. Wie kann es sein, dass für ihn ausgerechnet die Fiktion seines neuen Buches plötzlich auf beängstigende Weise zur Wirklichkeit wird?
Während mir Jonas Moström bislang nichts sagte, war mir Erfolgsautor Arne Dahl natürlich ein Begriff, auch wenn mit Doppelspiel das erste Mal ein Buch von ihm in meine Hände gelangt ist. Ankündigung und Klappentext klangen spannend, also bin ich demzufolge auch mit recht hohe Erwartungen gestartet. Wie erhofft, ließ sich der Schreibstil flüssig lesen und die Charaktere hatten, jeder für sich, etwas interessantes an sich - auch wenn ich mit ihnen bis zum Schluss nicht vollends warm werden wollte. Sowohl Handlung, als auch Tempo und Spannung haben mir zunächst richtig gut gefallen, bis irgendwann so eine Art Wendepunkt eintrat. Im Verlauf kam es vermehrt zu unlogischen Ungereimtheiten, wodurch die Handlung zunehmend an Glaubwürdigkeit verlor. Der Verlauf wurde für mich immer vorhersehbarer, während am Ende eine gänzliche Aufklärung (Stichwort: Schachfiguren) jedoch ausblieb.
Fazit: Ich würde das Buch jetzt nicht als absoluten Flop bezeichnen, jedoch hatte ich definitiv mehr erwartet und bin dahingehend doch etwas enttäuscht. Einerseits fesselnd, andererseits in sich nicht schlüssig und durchschaubar, kann man Doppelspiel sicherlich gut lesen, muss man jedoch nicht, weshalb ich bezweifle, dass Band 2 den Weg zu mir finden wird.