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Produktbild: Tiefes, dunkles Blau | Seraina Kobler
Produktbild: Tiefes, dunkles Blau | Seraina Kobler

Tiefes, dunkles Blau

Ein Zürich-Krimi

(235 Bewertungen)15
160 Lesepunkte
Buch (kartoniert)
16,00 €inkl. Mwst.
Zustellung: Di, 02.09. - Do, 04.09.
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Kurz nachdem Seepolizistin Rosa Zambrano in einer Kinderwunschpraxis am Zürichsee Eizellen einfrieren lässt, wird ihr Arzt tot aufgefunden. Wem stand Dr. Jansen, der nebenbei ein erfolgreicher Biotech-Unternehmer war, im Weg? Erste Spuren führen in eine Villa an der Goldküste, in die alternative Szene, in Genforschungslabore und ins Rotlichtmilieu - und zu vier Frauen, die sich jede auf ihre Weise nicht mit dem abfinden wollen, was Biologie oder Schicksal vorgeben.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
27. April 2022
Sprache
deutsch
Untertitel
Ein Zürich-Krimi. Originaltitel: Tiefes, dunkles Blau. Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
Seitenanzahl
272
Autor/Autorin
Seraina Kobler
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
308 g
Größe (L/B/H)
202/121/19 mm
Sonstiges
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
ISBN
9783257300918

Portrait

Seraina Kobler

Seraina Kobler, geboren 1982 in Locarno und aufgewachsen in Basel, arbeitete nach dem Studium der Linguistik und Kulturwissenschaften als Journalistin unter anderem bei der Neuen Zürcher Zeitung , bevor sie sich als Autorin selbstständig machte. 2020 erschien ihr Romandebüt Regenschatten . Ihr erster Zürich-Krimi um die Seepolizistin Rosa Zambrano, Tiefes, dunkles Blau , stand monatelang auf der Schweizer Bestsellerliste. Seraina Kobler lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Zürich.

Pressestimmen

» Tiefes, dunkles Blau ist der perfekte Zürcher Krimi für Badi-Nachmittage. « Babina Cathomen / kulturtipp, kulturtipp

»Der Autorin Seraina Kobler gelingt ein spannender Krimi, der außerdem Lust auf einen Zürich-Urlaub macht. « Martin Meyer / Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

»Sprachgewaltig, aber ohne Pathos. Ein Buch, in das man voll eintauchen kann. « Ulla Müller / Bayern 1, Bayern 1

Besprechung vom 04.07.2022

Besser als das FBI
Krimis in Kürze: Jens Eisel, Jan Beck und Seraina Kobler

Am 24. November 1971 steigt ein Mann in Portland, Oregon, in ein Flugzeug mit dem Ziel Seattle. Kurz nach dem Start gibt er der Flugbegleiterin einen Zettel, auf dem steht, er habe eine Bombe im Gepäck. Er verlangt 200 000 Dollar und vier Fallschirme, er bekommt sie und verschwindet dann durch die Heckklappe in die Nacht. Bis heute hat man diesen Mann nicht gefunden. Nur ein paar Dollars von dem Geld. Man hat ihn D. B. Cooper getauft. Es ist eines dieser ungelösten Kriminalmysterien, wie sie vor allem in Amerika vorkommen und immer wieder die Phantasie entzünden.

Ein deutscher Schriftsteller, Jens Eisel, hat aus diesem Stoff einen Roman gemacht und ihn einfach "Cooper" (Piper, 224 S., geb., 22,- Euro) genannt. Natürlich weiß er nicht mehr als das FBI, aber er hat ein paar interessante Vermutungen und Ideen, ohne sich dabei in halsbrecherischen Spekulationen zu verlieren. Für ihn ist dieser Cooper ein Mann, der in Vietnam war, nach der Rückkehr mit seinem Leben unzufrieden ist und einen Neuanfang will. Mehr nicht.

Sehr nüchtern und klar schildert Eisel den Ablauf der Aktion, gibt den Wahrnehmungen der Flugbegleiterin, des Piloten und Ko-Piloten Raum, lässt einen FBI-Agenten zu Wort kommen, der lange Jahre vergeblich an dem Fall gearbeitet hat, und fängt bei all dem auch die amerikanischen Befindlichkeiten jener Zeit ein, in der die Haltung zum Vietnamkrieg zentral war und die Gesellschaft spaltete. Belegtes und Erfundenes halten einander die Waage in Eisels Roman. "Cooper" liest sich wie ein Dokudrama, das sich angesichts der Lücken des Faktischen ein paar literarische Freiheiten nimmt. Das Experiment ist geglückt.

So ganz erschließt sich einem oft nicht, warum Autoren mit Pseudonymen arbeiten, wenn sich schon durch einmaliges Googeln herausfinden lässt, wer dahintersteckt. Jan Beck zum Beispiel heißt mit bürgerlichem Namen Johann Fischler und hat auch schon als Joe Fischler Kriminalromane veröffentlicht. Mag sein, dass er die Freunde der Ermittler Valerie Mauser und Arno Bussi nicht verschrecken möchte mit der etwas härteren Gangart, die in den Jan-Beck-Thrillern angeschlagen wird.

"Die Spur. Er wird dich finden" (Penguin, 416 S., br., 15,- Euro) ist der dritte Auftritt des Ermittlerduos Inga Björk und Christian Brand. Statt Lokalkolorit und Amüsement wollen die Thriller internationales Flair oder was sie dafür halten, und es müssen dann auch schon spektakuläre Verbrechen sein, die durch ihre Inszenierungen vage an Kunstinstallationen erinnern und nicht an gewöhnlichen Mord und Totschlag.

Die Handlung bewegt sich zwischen Salzburg, Paris, Lissabon, Schweden, Bologna, Brüssel und ein paar anderen Schauplätzen. Die Opfer werden als metallummantelte Statue mit Speer präsentiert oder als große Tonfigur. Dazu gibt es jeweils eine kryptische Textnachricht, die Brand auf sein Smartphone geschickt bekommt. Die Spur führt in ein Internat für Hochbegabte bei Bologna. Das Tempo, das Beck anschlägt, ist hoch, die Prosa funktional und schmucklos, ohne Stilblüten oder schiefe Bilder. Man wird allerdings den Eindruck nie ganz los, dass der Plot ein wenig zu konstruiert ist und diese Überinstrumentierung vor allem darüber hinwegtäuschen soll, wie blass sämtliche Charaktere ausgefallen sind.

Im Vergleich zum hektischen Ermitteln in halb Europa und zum kühnen Absprung in die raue Wildnis des amerikanischen Nordwestens kommt einem ein Krimi aus Zürich sehr beschaulich vor. Und Seraina Kobler, die dort lebt, im selben Atelier, in dem sie auch ihre Romanheldin einquartiert, mag die Goldküste, die Altstadt, das viele Wasser viel zu sehr, als dass sie in ihrem ersten Zürich-Krimi ein Höllenfeuer oder Ähnliches entfachen wollte.

Rosa Zambrano arbeitet bei der Seepolizei, ist seit Kurzem Single, hat für alle Fälle Eizellen einfrieren lassen - und dann ist der Gynäkologe, bei dem sie in Behandlung war, auf einmal tot. "Tiefes, dunkles Blau" (Diogenes, 272 S., br., 16,- Euro) liest sich zwar gut, ist liebevoll in den Details, aber in seiner ganzen Anlage doch ein wenig bieder ausgefallen, auch wenn sich im adretten Zürich der eine oder andere Abgrund schon findet. Aber Rosa Zambrano könnte sich noch steigern. PETER KÖRTE

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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Von Sonja Kiefer am 05.08.2025

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Die engagierte Polizistin Rosa Zambrano der Seepolizei,wird vom Züricher Mordermittlungsteam, als Verstärkung hinzugezogen. Die junge Frau hat neben ihrem Beruf ein erfülltes Leben. Allerdings macht sie sich zur Zeit Gedanken. Sie möchte unbedingt Kinder bekommen. Zur Zeit ist sie mit ihrem Wunsch allein. Dieser Zwispalt ermutigt sie sich in einer Kinderwunschklinik vorzustellen. Ihr Arzt wird ermordet aufgefunden. Nun verquicken sich private & berufliche Gegebenheiten und Herausforderungen. Zum Cover: Zürich mit einem Bootsanlegeplatz...gemalt mit schönen Farben und gekonnten Lichtreflexen. Sehr schön anzusehen und passend! Die Erzählweise gefällt mir sehr. Schon nach wenigen Zeilen bin ich in Gedanken gemeinsam mit Rosa, unterwegs. Zeile um Zeile vermittelt ein schönes, wohl landestypisches Lebensgefühl. Ich kann Rosa's Gedanken und Sinneswahrnehmungen nicht nur erahnen, - sie erscheinen mir zum Greifen nah.
LovelyBooks-BewertungVon Sunny1974 am 05.08.2025
Toller Roman
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