Zauberhaftes, aber auch düsteres Kinder-Fantasy-Buch.
In Whisperwicks reisen wir mit dem 11jährigen Benjamiah, der eigentlich nicht an Magie glaubt und sehr rational ist, in die Welt von Winkelwald. Dort stellt er sich - zunächst aus pragmatischen Gründen, später aus voller Überzeugung - gemeinsam mit Elizabella vielen Gefahren, um ihren Bruder zu finden. Die Fantasywelt ist toll aufgebaut, mit vielen Überraschungen und Themen, die ich so noch nicht kannte. Eine ganz neue und eigene magische Welt, die aber gleichzeitig auch sehr düster und brutal ist. Mir hat der Aufbau mit der Suche nach den Flüsterflammen sehr gefallen, da die Geschichte so immer Tempo hat und man gleichzeitig immer neue Dinge über Winkelwald und die eigentliche Geschichte erfährt. Es steckt sehr viel Liebe zum Detail in dieser Geschichte und dem Aufbau der Welt. Für das Verständnis ist es wichtig, aufmerksam zu lesen. Ich finde es stellenweise durchaus anspruchsvoll, insbesondere für die Zielgruppe. Man erhält hier keine fröhliche Geschichte, sondern eine mit Tiefgang und auch brutalen Stellen und einer eher düsteren Grundstimmung. Ich finde es toll, dass jungen Leser*innen hier viel zugetraut wird, man sollte das nur vorher wissen. Für mich war es ein tolles Lesehighlight. Insbesondere (jungen) Leser*innen, die Freude an spannenden Welten, Entwicklungen der Protagonisten und einer spannenden, aber etwas düsteren Geschichte haben, empfehle ich das Buch gerne.