Ein absolutes Lebenshighlight. Nicht unbedingt, weil ich mich für immer an jede Handlung erinnern werde, sondern weil ich mich daran erinner
Was soll ich sagen? Wie immer hat mich Cassandra Clare nicht enttäuscht, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob sie das überhaupt kann. Ich liebe alles an diesem Buch. Und wenn ich alles sage, dann meine ich alles. Ich habe jedes einzelne Wort in mich aufgesogen wie Luft zum Atmen. Ich habe gefühlt, geliebt und mit jeder Seite mehr und mehr vergessen, dass ich eigentlich gerade lese. Es spielte keine Rolle, wie schnell ich lese oder wie viele Seiten ich schaffe. Ich war einfach in dieser Geschichte. Ein Teil davon. Ich habe alles um mich herum vergessen, weil es so verdammt gut war. Ich liebe das Worldbuilding, die Charaktere und vor allem, wie unglaublich viel Gedanken in dieser Welt stecken. Man sieht es wirklich in jedem Wort. Alles ist miteinander verwoben, so vielschichtig und gleichzeitig so lebendig. Es fühlt sich nicht wie eine Geschichte an, die man liest, sondern wie eine Welt, in der man tatsächlich lebt. Und genau deshalb weiß ich jetzt schon, dass ich mich wahrscheinlich nicht an besonders viel von der Handlung erinnern werde. Ich könnte vermutlich kaum zusammenfassen, was alles passiert ist, weil einfach so viel passiert. So viele Charaktere, Namen, Orte und Handlungsstränge, die gleichzeitig miteinander verbunden sind. Aber genau das liebe ich. Für manche wäre das wahrscheinlich ein Kritikpunkt, für mich macht es die Geschichte erst real. Denn auch im echten Leben ist nicht alles ordentlich sortiert und darauf ausgelegt, dass man jederzeit versteht, was gerade passiert. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, in Castellan zu leben, Kel oder Lin zu sein und all das selbst zu erleben. Es hat Gefühle in mir ausgelöst, die nur sehr wenige Bücher schaffen. Ich weiß, dass Cassandra Clare schreiben kann. Ich wusste also ungefähr, was mich erwartet. Und trotzdem fasziniert es mich jedes Mal aufs Neue, wie gezielt sie mit Worten dafür sorgen kann, dass ich etwas fühle. Das ist eine Gabe, und ich beneide sie ehrlich gesagt ein bisschen darum