sehr interessantes Buch
Im neuen Buch von Tom Saller "Ich bin Anna" geht es um die Selbstfindung eines Menschen. Und hier nicht irgendeinem Menschen, sondern um Anna, die Tochter vom Begründer der Psychoanalyse, Herrn Sigmund Freud (eigentlich Sigismund Schlomo Freud, sein jüdischer Name, den er aus bekannten Gründen änderte). Anna ist das jüngste Kind von 6 Kindern und schon in jungen Jahren immer wieder kränklich. Ihr Mutter ist eine harte Frau und Anna muss sich als Nesthäkchen immer wieder durchschlagen. Jedoch ist sie die einzige der 6 Geschwister, die sich für die Arbeit des Vaters interessiert.Sie arbeitet als Lehrerin an einem Gymnasium und übersetzt nebenbei noch Texte ihres Vaters.Als Freud einen neuen Patienten namens Stadlober aufnimmt, bietet er ihr an, unbemerkt der Therapie mit Stadlober beizuwohnen.Entgegen aller "Vorschriften" und ohne des Wissens Ihres Vaters trifft sich Anna mit Stadlober auch außerhalb der Therapie. Bei dieser Begegnung bemerkt sie ihre gesundheitliche Veränderung und bekommt eine Panikattacke. Um dem auf den Grund zu gehen, geht sie bei Ihrem eigenen Vater in Therapie - eigentlich ein absolutes NoGo!Findet Sie den Weg zu sich selbst? Begegnet sie dem nationalsozialistischen Stadlober wieder? Wie verläuft die bekannte Verhör der Gestapo?Meine Meinung:Es ist mir ein wenig schwer gefallen, in die Geschichte rein zu kommen. Sowohl die Teile, die aus Sicht der Tochter als auch aus der Sicht des Vaters sind in der Ich-Form geschrieben. Beim Weiterlesen musste ich dann des Öfteren überlegen, welches ICH den gerade denkt.Es ist ein sehr interessantes Buch, jedoch kommt es für mich nicht an die Vorgänger ran.