Ein Buch, welches ich nicht weglegen konnte, mir jedoch auch nicht erklären konnte, wieso. Zuteilen verstand ich Melody, dann fand ich sie wieder nervtötend. Doch irgendwann erfuhr man mehr über die eigentliche Schuld, die sie konstant mit sich trägt (für die sich die meisten Menschen kasteien würden) und die für ihre Selbstzerstörung verantwortlich ist. Diese eigentliche Schuld, mit der Melody ihr Leben lang kämpft, schwimmt stets unter dem Gezeigten mit. Das der Autor die Oberfläche mit dem, was sich direkt darunter befindet verknüpfen konnte, fand ich sehr ansprechend.Auf Martin wartet man vergebens, was durchaus sinnvoll ist, da man selbst ein bisschen auf den "Retter" wartet. Als er dann doch noch auftaucht, wird es absurd und löchrig. Die vorletzte Begegnung zwischen ihm und Melody ist ein Lüge, die letzte Begegnung war dann plötzlich eine lebensentscheidende. Also äußerst fragwürdig. Melodys letzte Entscheidung war zwar die Krönung der Selbstbestrafung, aber am Realismus derer zweifle ich dann doch. (Autor ist ein Mann, vielleicht deshalb :) ). Es hätte andere Möglichkeiten eines Endes gegeben, auch hätte ich Martin zum Ende hin gerne etwas besser kennengelernt. Ein empfehlenswertes Buch, dessen Ende stark am vierten Stern kratzt.