Die Autorin Sarah Drews hat mit "Falsches Spiel auf Sylt" einen sehr spannenden Kinderkrimi für Kinder ab 10 Jahren geschrieben, den ich sehr empfehlen kann. Schon das Cover des hochwertig hergestellten Hardcover-Buches hat mich sehr überzeugt. Im Innenteil befinden sich einige, schöne schwarz-weiß Illustrationen, die den Text gut begleiten. Als Extra gibt es im Buchdeckel eine Einschubtasche, die eine herausnehmbare Übersichtskarte von Sylt mit Nennung der wichtigsten Örtlichkeiten enthält, was für mich eine sehr gelungene Überraschung war. Generell hat die Autorin mit der Insel eine tolle Kulisse gewählt und ich habe es sehr genossen, beim Lesen gedanklich die Zeit dort zu verbringen.
Mit Caro und Marianne wurden zwei tolle Mädchen erschaffen, das perfekte Team, sehr authentisch und altersgerecht charakterisiert. Ich konnte deren Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen und habe mich beim Lesen gefühlt, als wäre ich mit den beiden auf Sylt und würde ihnen bei ihren Ermittlungen helfen. Denn Mariannes Mutter hat einen neuen Freund namens Werner, der sehr unsympathisch und suspekt erscheint. Die beiden Mädchen möchten wissen, welche Absichten er tatsächlich hat und fangen an, ihm hinterher zu spionieren. Und so rutschen sie immer weiter in einen echten Kriminalfall hinein. Immer mehr Indizien sprechen dafür, dass er ein falsches Spiel treibt, aber leider glaubt ihnen niemand, nicht mal die Polizei. Werner merkt bald, dass die Mädchen etwas aushecken und schreckt vor nichts zurück, ihnen zu zeigen, was er von ihren Ermittlungen hält. Mehr will ich hier auch gar nicht verraten, lest selbst!
Mir hat dieses Buch in jeder Hinsicht sehr gut gefallen. Es war nicht nur das tolle Leseerlebnis, auch die Botschaft, die es mit auf den Weg gibt, ist sehr aktuell und wichtig, gerade auch für die angesprochene Altersgruppe. Gerade in der heutigen Zeit und durch die aktuelle Pandemie noch mehr verbringt man zu viel Zeit im Internet und nutzt dieses Medium auch, um Kontakte zu knüpfen. Wie das enden kann bzw. dass man generell sehr vorsichtig sein muss, wessen Freundschaftsanfrage man annimmt, beweist diese Geschichte. Ich vergebe dafür sehr gerne fünf glänzende Sterne!