Der Roman "München 1981" ist eine wunderbare Zeitreise in die 1980er Jahre und überzeugt mit rebellischen Frauen, großen Träumen und dem Mut, eigene Wege zu gehen, auch dann, wenn die Gesellschaft einen lieber brav und angepasst sehen möchte.Die 18-jährige Esther, die aus Südtirol ausreißt, um Bob Dylan in München live zu erleben, und Annegret, die aus ihrem eingeengten Alltag ausbricht und für den Frieden kämpft, sind zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch eines gemeinsam haben. Sie wollen mehr vom Leben, als ihnen die Gesellschaft zugesteht. Ihre Geschichten berühren und machen nachdenklich, aber man merkt auch, welche neue Möglichkeiten sich entwickeln können, wenn man mit Konventionen "bricht". Die Begegnung mit Roxy bringt zusätzliche emotionale Tiefe und zeigt, dass Gefühle sich nicht in vorgefertigte Schubladen stecken lassen.Der Roman fängt das Lebensgefühl der Achtziger wunderbar ein. Dabei geht es nicht nur um Protest und politische Überzeugungen, sondern auch um Liebe, Selbstfindung und die Freiheit, sich selbst immer wieder neu zu entdecken. Ein Buch, das Mut macht, Grenzen zu überwinden und den eigenen Weg zu gehen. Ein Buch, das von Frauen erzählt, die sich nicht länger kleinhalten lassen, die zusammenhalten und für ihre Überzeugungen einstehen. Ein Buch, mit dem man die Musik der Achtziger im Ohr hat. Ein Buch, das lange nachklingt und das ich aus vollem Herzen empfehlen kann.