
Endlich wieder am Meer: Eine frische Brise trägt den Salzgeruch herüber, Strandläufer suchen im seichten Wasser nach kleinen Leckerbissen und zwischen Muscheln und Felsen tummeln sich Krabben. In Strandgut macht ihr euch auf die Suche nach den schönsten Fundstücken der Küste. Doch wer am Ende den höchsten Stapel an gesammeltem Strandgut besitzen möchte, muss bei jeder gezogenen Scheibe aufs Neue entscheiden, welches Risiko sich lohnt.
Das Spielmaterial besteht fast vollständig aus robusten Holzscheiben, die zu Beginn in den Beutel gegeben und gut gemischt werden. Wer am Zug ist, zieht eine Strandgut-Scheibe, betrachtet geheim beide Seiten und entscheidet sich anschließend für eine davon. Die gewählte Seite bestimmt, welcher Effekt ausgeführt wird und ob die Scheibe im Meer dem gemeinsamen Bereich in der Tischmitte oder am eigenen Strand landet.
Dabei gibt es zwei grundsätzliche Arten von Strandgut. Blaue Effekte gehören ins Meer und umfassen Asseln, Muscheln und Krabben. Wer sich für einen solchen Effekt entscheidet, legt die entsprechende Scheibe in die Tischmitte und darf anschließend eine weitere Scheibe aus dem Beutel ziehen. Auf diese Weise kann ein Zug immer weitergehen allerdings wächst mit jeder Entscheidung auch das Risiko, eine günstige Gelegenheit für die Mitspieler vorzubereiten.
Weiße Effekte dagegen gehören an den eigenen Strand und beenden den Zug. Zu ihnen zählen Strandläufer, Küsten, Wellen und Felsen. Die verschiedenen Fundstücke beeinflussen sich gegenseitig: Strandläufer suchen nach Beute, Küsten können Muscheln aus dem Meer einbringen und Wellen verändern bereits gesammelte Küsten. Dadurch entsteht aus wenigen Regeln ein kleines Ökosystem, in dem der Wert einer Entscheidung stark davon abhängt, welche Scheiben bereits im Meer und an den einzelnen Stränden liegen.
Der besondere Reiz liegt in der Entscheidung, welche Seite einer gezogenen Scheibe genutzt werden soll. Manchmal lohnt es sich, den eigenen Zug mit einem sicheren Fundstück zu beenden, während in anderen Situationen mehrere blaue Effekte hintereinander die Chance auf eine besonders ergiebige Runde eröffnen. Gleichzeitig profitieren möglicherweise die anderen von dem Strandgut, das im gemeinsamen Meer zurückbleibt. Beobachtung, Timing und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen, spielen deshalb eng zusammen.
Sobald der Beutel leer ist, endet die Partie. Nun wird das gesammelte Strandgut gestapelt: Wer den höchsten Stapel besitzt, gewinnt. Durch das kompakte Material, den einfachen Spielaufbau und die Holzscheiben lässt sich Strandgut unkompliziert mitnehmen und eignet sich damit auch als Begleiter für unterwegs.
Strandgut stammt von Bryan Burgoyne und wurde von Fanny Saulnier illustriert. Das leicht zugängliche Push-your-Luck- und Sammelspiel verbindet taktische Entscheidungen mit einem ungewöhnlichen Spielmaterial und einer stimmungsvollen Strandthematik.
Strandgut erscheint bei Edition Spielwiese. Der Berliner Spieleverlag entwickelt seit 2016 Brett- und Kartenspiele mit einem besonderen Augenmerk auf originelle Spielideen, zugängliche Regeln und ungewöhnliche Mechanismen. Zum Programm gehören vielfach ausgezeichnete Titel wie MicroMacro: Crime City, Nova Luna und Memoarrr! sowie Familien-, Karten- und Gesellschaftsspiele für unterschiedliche Spielerfahrungen.
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