Der Beginn ist etwas zäh, danach wird es spannend mit einer Prise Humor.
Vincent ist ein Genie im Programmieren. Als er den Auftrag erhält, ein Programm zu entwickeln, mit dem sich Wahlcomputer manipulieren lassen, macht er sich an die Arbeit. Schließlich kommt der Auftrag von der US-Regierung. Jahre später wird genau dieses Programm zum Spielball von Regierungen und der Mafia - und Vincent steckt mittendrin.Um einen Weg zu finden, einigermaßen unbeschadet aus der Sache herauszukommen, kontaktiert er seinen Vater Simon König in Deutschland, den er bisher nie kennengelernt hat. Simon ist Gymnasiallehrer und führt ein geordnetes, unspektakuläres Leben - bis er eines Tages ein Päckchen von seinem Sohn erhält. Plötzlich wird er überwacht und bedroht. Schließlich wird Simon König durch Wahlmanipulation zum König von Deutschland. Die Sache wird immer größer, und weder Vincent noch Simon wissen, wie sie jemals heil aus dieser Geschichte herauskommen sollen.Der Beginn des Romans ist allerdings sehr schleppend und stellenweise langweilig. Wahlen, Wahlcomputer und ausführliche technische Fachsimpeleien sorgen dafür, dass die Geschichte nur langsam in Gang kommt. Ich musste mich regelrecht durch die ersten 100 Seiten kämpfen. Danach wird es jedoch deutlich interessanter.Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie zunehmend gefährdet ist, ist die Vorstellung, dass sich Wahlen relativ einfach manipulieren lassen könnten, durchaus beunruhigend. Vincents Programm gerät in die Hände von Kriminellen, die damit Geld verdienen wollen. Was zunächst kontrollierbar erscheint, entwickelt sich schnell zum Selbstläufer - und irgendwann scheint niemand mehr in der Lage zu sein, die Ereignisse aufzuhalten.Andreas Eschbach verbindet ein hochaktuelles und spannendes Thema mit einer Prise Humor. Gerade diese Mischung verleiht der Geschichte ihren besonderen Reiz und sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente.Wenn man den etwas zähen Anfang geschafft hat, erwartet einen eine durchweg spannende und unterhaltsame Lektüre.