Gute, spannende Fantasy, anfangs ein paar Längen. Sehr brutal, aber atmosphärisch dicht erzählt.
Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin erzählt die Geschichte der Kriegswaisen Rin, die sich mit eiserner Disziplin und Wille den Weg an die Militärakademie Sinegard erkämpft. Dort entdeckt sie ihre schamanische Gabe, die sie mit einem uralten Gott verbindet. Währenddessen entwickelt sich ein grausamer Krieg und Rin wird vor folgenschwere Entscheidungen gestellt.Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und sehr detailreich, auch wenn sich die langen Kapitel und besonders der Akademie-Teil manchmal etwas gezogen haben. Rin ist für mich keine klassische Sympathieträgerin. Ihr Hass, ihr Machthunger und ihre Rachsucht sind mir so vollkommen fremd, aber gerade das machte ihren Blickwinkel sehr interessant. Spannend fand ich die Themen Standesunterschiede, Drogenhandel und deren Folgen für die Gesellschaft. Absolutes Highlight war für mich Meister Jiang und dessen sehr ungewöhnliche Lehrmethoden (ich sage nur: das Ferkel den Berg hochtragen¿). Das Lehrer-Schüler-Verhältnis hat mich manchmal an Karate Kid erinnert ¿.Ab Teil 2 überrascht die Geschichte komplett: Der Krieg bringt ein hohes Tempo, viele Wendungen und eine erschreckende Brutalität, mit der ich nicht gerechnet hatte.Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände...