Erschreckend, süchtig machend und mit einer KI, die aktueller nicht sein könnte.
"Mit ausgestreckten Armen taste ich nach Vertrautem und finde nicht einmal mich selbst. [...] Wer Skrupel hatte, war gerettet. Die, die übrig geblieben sind, die habe ich benutzt."Erebos ist ein absolut krasses Buch, mit einer noch krasseren Botschaft. Das gleichnamige Videospiel, um das es hier geht, übt eine Sogwirkung aus, die das normale Leben, den Alltag, der Charaktere in den Hintergrund rückt und gleichzeitig tut es so als wäre es ihr Freund. Kommt das bekannt vor? Erebos beinhaltet eine KI, die alles über die Menschen lernt, die das Spiel spielen und das währenddessen sie es spielen - die Charaktere bekommen es also nicht bewusst mit. Was das Buch heutzutage noch erschreckender macht, weil wir in einer Zeit angekommen sind, wo sich diese Geschichte tatsächlich so ergeben könnte oder vielleicht in einer Form schon ergeben hat. Wer weiß das schon? Mir hat die Idee die Geschichte Gänsehaut beschert, auch wenn der Schreibstil der Autorin an sich immer noch nicht meiner ist, hat sie mich mit diesem Buch, was mein zweites von ihr war, doch wieder etwas mehr mit in ihr Boot geholt und neugieriger auf weitere Werke aus ihrer Feder gemacht. Ich bin gespannt, ob ich Nick Dunmore und Emily, mit ihren Freunden in Band 2 und 3 wiedersehe oder ob ich dort neue Charaktere kennenlernen darf.