Unsympathische Figuren, kein Spannungsbogen, langweilige Handlung
Jede einzelne Figur schwimmt im Selbstmitleid und ihnen zu folgen, wurde schon nach wenigen Seiten zu einer Qual. Ich will sie nicht bemitleiden, diese reichen Säcke, die in einer Villa wohnen und so tun, als wären sie am totalen, menschlichen Abgrund gelandet. Als hätten sie jemals das Gefühl von totaler Hilflosigkeit gekannt oder Hungersnot. Nein, das sind verwöhnte Snobs, die ihre eigenen Probleme aufbauschen als wäre es ein Wettbewerb.Die Kinder sind verwöhnte Arschlöcher und auch der Protagonist ist ein mieser Trottel. Einzig die Mama, die betrogen wurde und sich nun einen deutlich jüngeren Kerl besorgt hat, ist in der Geschichte am Ehrlichsten. Und das ist brutal.Das ist kein Buch, das ich mir antun wollte, dabei hat mich das letzte Buch der Autorin weitgehend gefesselt und ich dachte, es würde zu der nächsten literarischen Bombe werden. Aber nein, es ist flach und langweilig, und mir ist egal, was es zu vermitteln versucht, was die Botschaft ist, am Ende hat mich das Buch nicht für sich gewinnen können. Ich habe alle Figuren regelrecht gehasst.