Ein historischer Roman zur Geschichte Italiens, gut recherchiert, bildhaft und spannend geschrieben.
Eindringlich, spannend, emotional.Es war einmal in Italien ist ein historischer Roman, der die Geschichte Italiens im Fokus hat.Luca Di Fulvio nimmt die Leserinnen mit nach Rom in eine Zeit des Umbruchs, politisch wie gesellschaftlich und erzählt eine große Geschichte über Herkunft, Macht, Hoffnung und Überleben und Unabhängigkeit.Eine Geschichte zwischen Selbstfindung und brutalen Strassenkämpfen, Liebe und Armut.Inhaltlich gut erzählt, schnörkellos, mitunter brutal. Armut, Absturz, Rache, Macht und Gewalt sowie soziale Gegensätze werden klar benannt und nicht beschönigt. Das macht den Roman streckenweise schwer auszuhalten, aber glaubwürdig.Die Protagonisten sind gut geschrieben, menschlich und manche wachsen einem ans Herz, andere stoßen ab. Die verschiedenen Lebenswege verweben sich nach und nach zu einem gemeinsamen.Die Handlung spielt 1870 in Rom, in einer Zeit des Umbruchs und der großen politischen, sozialen und menschlichen Veränderungen. In dieser Zeit ging es bei der einfachen Bevölkerung ums nackte Überleben. Der Stärkere setzt sich durch, egal wie. Der Autor scheut sich nicht, Szenen zu schildern, bei denen ich schlucken musste, aber das alles wirkt als realistischer Teil der dargestellten Zeit. Gleichzeitig gibt es immer wieder Momente von Nähe, Mut und Hoffnung.Kritisch sehe ich den Schluss, er war nach den vorangegangenen 650 Seiten erstaunlich weichgezeichnet. Auf wenigen Seiten wird viel aufgelöst, fast zu harmonisch. Dieses konzentrierte Happy End passte für mich nicht ganz zu dem zuvor so kompromisslosen Ton der Geschichte.Trotzdem bleibt es ein eindrucksvoller Roman, der Zeit und Aufmerksamkeit verlangt. Wer bereit ist, sich auf eine intensive, stellenweise harte Erzählung einzulassen, wird mit einer vielschichtigen Geschichte belohntFür alle, die historische Romane mögen, die mit Herz, Mut und klaren Bildern erzählen, ist dieses Buch eine echte Empfehlung. .