Mir hat schon der erste Teil der Krimireihe von Agnes Lovise Matre gefallen, aber dieser Fall ist sogar noch besser und genauso, wie ein Krimi sein sollte: Spannend, mit sympathischen Charakteren und ohne unnötige Längen.Was mir besonders gut gefällt, ist das Kleinstadtsetting, denn normalerweise spielen Krimis immer in großen Städten (meist Hauptstädten), was hier nicht der Fall ist.Ebenfalls gefällt mir an dieser Reihe, dass ausnahmsweise einmal keiner der Ermittler alkoholkrank, tablettenabhängig oder anderweitig "belastet" ist. Die Personen sind fast ganz normal, haben natürlich ihre privaten Päckchen zu tragen, jedoch nimmt das Privatleben nie zu viel Raum ein. Eine sehr passende und angenehme Mischung.Abzug gebe ich für die etwas holprige Übersetzung (oder Schreibweise?). Manchmal muss man zweimal nachlesen, da manche Formulierungen einfach seltsam sind.Auch habe ich als sehr unglaubwürdig empfunden, dass auf einmal sehr viele Personen schwul/lesbisch sind, da das große Thema des Buchs Homosexualität ist. In solchen Fällen meinen es die Autorinnen und Autoren dann oft zu gut und verpassen zu vielen ihrer Figuren einen homosexuellen Hintergrund. Das ist, vor allem in einer Kleinstadt, nicht glaubwürdig.