Irving Berlin und das Weihnachtsfest sind eng miteinander verbunden. Es hat bereits mehrfach großen Einfluss auf sein Leben genommen und ohne es zu ahnen, wird es ihm auch einmal die Frau seines Lebens schenken. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, den zu nehmen es sich lohnt, denn am Ende trifft er auf die "Weiße Weihnacht"."White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht" von Michelle Marly beschreibt die Liebesgeschichte Irving Berlins und seiner Frau, die bis ins hohe Alter hält. Gleichzeitig beschreibt es aber auch die Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten internationalen Weihnachtslieder - "I'm dreaming of a white Christmas". Hört man diese Zeile, hat man automatisch die Stimme von Bing Crosby im Ohr. Doch die Weichen für den Erfolg des Liedes stellte sein Komponist, Irving Berlin.Das Buch zeichnet sich bereits durch sein liebevolles Cover im Stil der 1920er/1930er Jahre aus.Es gibt mehrere zeitliche Handlungsstränge, die zwischen den 20er und den 30er Jahren wechseln, was ich am Anfang irritierend fand, da mir die Zusammenhänge erst später so richtig klar wurden.Irvings und Ellins Liebe ist durch eine lange Phase des Zögerns gezeichnet. Hier werden wieder einmal die Unterschiede zwischen den einzelnen Reichtumsschichten, aber auch zwischen den Religionen aufgezeigt.Spannend fand ich dennoch die Konstellation von Ellins Familie, die trotz allem der Meinung war, über alles erhaben zu sein. Ich fand Ellin am Anfang auch sehr selbstbewusst, was mit der Zeit immer mehr kippte und in Unsicherheit aufgrund gesellschaftlicher Normen überging.Irving dagegen war mir ein bisschen zu farblos und unscheinbar, dennoch ergänzte sich das Paar gut.Die Handlung an sich war interessant, aber aufgrund der Zeitsprünge und der ellenlangen Beschreibung der Entwicklung der Liebesgeschichte ein wenig zähflüssig.Die Geschichte des Liedes ging am Ende zwar ein bisschen unter, aber die Menschen dahin sind dennoch beeindruckend, wenn man sich auch mal außerhalb des Romans informiert.Fazit: Ein toller historischer Roman, basierend auf wahren Ereignissen. Wer solche Romane mag und vor allem Weihnachten mag, der ist hier richtig.