Für mich der beste Teil der Reihe, aber das Ende war mir zu schmalzig.
MaybeNow ist der dritte und letzte Teil der Maybe-Reihe von Colleen Hoover. Im Mittelpunkt steht dieses Mal Maggie, mit der Ridge noch im ersten Band zusammen war. Da die einzelnen Geschichten nahezu nahtlos aufeinander aufbauen, empfehle ich die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Nachdem Maggie sich von Ridge getrennt hat, möchte sie ihr Leben in vollen Zügen auskosten, denn sie weiß nicht, wie sich ihr Zustand in der Zukunft entwickeln wird. Besonders als sie ihre alte Bucket-List findet, wird ihr wieder einmal bewusst, dass jeder Moment zählt. Bei einem Fallschirmsprung lernt sie Jake kennen, seines Zeichens nicht nur ein verdammt sexy und sympathischer Fallschirmlehrer, sondern auch noch Arzt aus Leidenschaft. Mit seiner Hilfe schafft sie es, ganze drei Punkte ihrer Liste (unter anderem ein ONS) abzuarbeiten. Alles scheint perfekt. Doch dann wird es Maggie zu viel. Sie möchte sich nicht verlieben oder eine Beziehung eingehen, da ihr ein normales Leben aufgrund ihrer Mukoviszidose nicht vergönnt ist. So versucht sie Jake aus ihrem Kopf und besonders aus ihrem Herzen zu verbannen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Währendessen müssen sich alle aus der WG und besonders Sydney an die neue Situation gewöhnen. Denn auch wenn Maggie und Ridge nicht mehr zusammen sind, so bleiben sie doch ein großer Teil im Leben des anderen. Missverständnisse und Chaos ist vorprogrammiert. Bis zu den letzten Kapiteln hat mir das Buch im großen und ganzen gut gefallen. Lange Zeit war es mein absoluter Favorit aus dieser Reihe von Colleen Hoover. Besonders hat mir die Darstellung von Maggis Leben mit ihrer Krankheit gefallen. Nicht nur dass sie weiß, dass sie eine weitaus geringere Lebenserwartung wie der Durchschnittsmensch hat, sondern auch welche Sorgen und Ängste sie begleiten. Es ist nachvollziehbar, dass sie ihr Leben so intensiv wie nur möglich Leben möchte und dafür auch Risiken in Kauf nimmt. Und dass sie manchmal auch einfach kein Bock hat, vernünftig zu sein. Ich glaube, mir würde es nicht anders gehen. Allerdings verstehe ich auch Ridges Verhalten. Er wollte nur das Beste für Maggie, auf sie aufpassen und dafür sorgen, das ihr nichts passiert und sie ein möglichst langes Leben hat. Das es da zu Konflikten kommt ist klar. Ich fand diese Konflikt sehr gut ausgearbeitet und sehr realitätsnah. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass Sidney so überaus stoisch für alles und jeden Verständnis hatte (die Frau ist quasi eine Heilige). Natürlich wird schnell klar, dass Maggie immer ein großer Teil in Ridges und Warrens Leben haben wird. Aber das sie das nicht einmal schei*e findet (ja nicht einmal denkt), finde ich ein bisschen zu viel heile Welt. Apropos heile Welt: Die letzten Kapitel waren mir einfach zu viel. Ich möchte nicht spoilern, darum schreibe ich hier nicht weiter, aber vielleicht merkt ihr beim Lesen was ich meine...Der Schreibstil war gewohnt locker und flüssig. Die Geschichte amerikanisch-typisch, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Ich persönlich finde die "alte" Ausgabe vom Cover her viel schöner als die Neue, aber das ist natürlich auch Geschmackssache