Bei "Blackberry Island - Wo Wünsche den Weg weisen" von Susan Mallery handelt es sich um den fünften Band der "Blackberry Island" - Reihe. Nachdem ich die vorherigen Bände bereits gelesen und sehr genossen habe, war ich auf diesem Roman schon sehr gespannt, zumal der Klappentext erneut eine abwechslungsreiche und emotionale Handlung verspricht. Und dieses Versprechen kann der Roman auch über weite Strecken halten, wenngleich ich auch gestehen habe, dass ich einen Moment gebraucht habe, um die drei Hauptfiguren direkt unterscheiden zu können. Im Mittelpunkt dieses Romans stehen die drei Freundinnen Daphne, Heather und Tori, die im Grunde sehr verschieden sind, die sich innerlich jedoch sehr verbunden fühlen. Alle drei Frauen sind mit ihren Gefühlen und den Anforderungen, die das Leben an sie stellt überfordert und alle drei müssen entscheiden, wo ihre Prioritäten liegen und welches Leben sie wirklich leben wollen. Daphne arbeitet erfolgreich als Anwältin und führt mit ihrem Mann eine Patchworkfamilie, da dieser bereits Kinder hat. Es scheint als sei sie innerlich zwischen dem Leben als erfolgreiche Anwältin, ihrem Familienleben und dem Wunsch nach eigenen Kindern zerrissen. Heather fühlt sich wurzellos, da sie bislang nie ihren Vater kennengelernt hat. Als sie ihn kennenlernt und er so gar nicht das Bild erfüllt, was ihre Mutter von ihm gezeichnet hat, fühlt sie sich ebenfalls innerlich zerrissen. Ihre Mutter, die eher garstig und niederträchtig daher kommt, macht ihr immer wieder ein schlechtes Gewissen und gibt ihr die Schuld für alles Schlechte in ihrem Leben. Tori hatte bislang kein Glück mit den Männern. Als ihr Haus überflutet wird, zieht sie zu ihrem platonischen Freund, nur das da plötzlich mehr als nur platonische Gefühle sind. Für Tori gilt es sich ihren wahren Gefühlen zu stellen. Die drei Freundinnen sind allesamt Figuren, die man erstmal genauer kennenlernen muss, um sich so richtig in sie hineinversetzen zu können. Susan Mallery präsentiert die drei Figuren nicht als offenes Buch, sondern lässt einen beim Lesen immer neue Facetten an ihnen erkennen. So wir man als Leser die Frauen entdeckt, entdecken auch die drei Frauen innerhalb der Handlung immer wieder neue Seiten an sich und kommen so ihrer Entscheidung was für ein Leben sie leben wollen immer näher. Susan Mallerys Schreibstil in diesem Roman ist erneut sehr gefühlvoll. Mit einer emotionalen, aber auch locker leichten Sprache lässt man sich durch die Handlung tragen. Man lacht und leidet mit den Figuren. Immer wieder möchte man beim Lesen den Figuren einen Schubs in die richtige Richtung lenken. Genau dies übernimmt Mallery in diesem Roman immer wieder und lenkt dadurch die Handlungen in neue Bahnen. Sie schafft es mit kleinen Wendungen die Handlung immer wieder zu beleben, so dass man der Handlung gerne folgt. Meiner Ansicht nach ist dies eine gelungene "Blackberry Island" - Fortsetzung, die durchaus lesenwert ist, vor allem für jene, die die bisherigen Bände bereits gelesen haben oder Fan von Susan Mallery oder der Autorinnen Robyn Carr oder Susan Wiggs sind. Note: 2