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Produktbild: Wenn Russland gewinnt | Carlo Masala
Produktbild: Wenn Russland gewinnt | Carlo Masala

Wenn Russland gewinnt

Ein Szenario

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Sind wir die Nächsten? Carlo Masalas aufrüttelndes Szenario

März 2028: Russische Truppen erobern die estnische Kleinstadt Narwa und die Insel Hiiumaa in der Ostsee. Der Angriff auf das Baltikum hat begonnen. Jetzt rächt sich, dass Europa nach dem Ende des Krieges in der Ukraine nicht aufgerüstet hat und wichtige Fähigkeiten fehlen. Gilt Artikel 5 der NATO? Wie wird sich die Allianz entscheiden? Riskiert sie den Atomkrieg?

Wir haben uns daran gewöhnt, dass am Ende alles gut ausgeht. Aber was, wenn nicht? Was, wenn Russland gewinnt? Es ist nur ein hypothetisches Zukunftsszenario, das der renommierte Politikwissenschaftler und Militärexperte Carlo Masala in seinem neuen Buch entwirft - aber es zeigt auf besonders drastische Weise, was heute auf dem Spiel steht.

"Je weiter Russland in der Ukraine vorrückt, desto wahrscheinlicher wird ein europäischer Flächenbrand, der auch Deutschland erfasst."

• Carlo Masala ist der gefragteste Sicherheitsexperte Deutschlands und regelmäßiger Gast im TV
• Er hat ca. 170. 000 Follower bei X
• Wenn Russland in der Ukraine gewinnt - ein aufrüttelndes Szenario über die Folgen für Deutschland und Europa
• Vom Fall Kiews zum russischen Einmarsch ins Baltikum: Wie würde die NATO reagieren, falls es dazu kommt?

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Im Baltikum, einige Jahre in der Zukunft
Genf, Palais des Nations, drei Jahre zuvor
Ein neuer Wind
Tauwetter in Moskau?
Die Ukraine nach Genf: ein Land im Chaos
Bedingt abwehrbereit
Der Plan
Kidal, Mali, 2. Februar 2028: Das Spiel beginnt
Brü ssel, 5. Februar 2028: Der Kö der wird geschluckt
Sü dchinesisches Meer, 28. Februar 2028: Hilfe vom Verbü ndeten
Seattle, 26. Mä rz 2028: Die Nachricht
Berlin, 27. Mä rz 2028, 4:20 Uhr MEZ
In einer abhö rsicheren Telefonschalte, 27. Mä rz 2028, 8:30 MEZ
Moskau, 27. Mä rz 2028, 9:00 Uhr MEZ
Brü ssel, NATO-Hauptquartier, 27. Mä rz 2028, 14:00 Uhr MEZ
Washington, Weiß es Haus, 27. Mä rz 2028, 14:15 Uhr MEZ
80° 49'35"N 66° 27'30"W / 80. 82 639° N 66. 45 833° W, 28. Mä rz 2028, 12:27 Uhr MEZ
Brü ssel, NATO-Hauptquartier, 28. Mä rz 2028, 16:00 Uhr MEZ
Rschew, Oblast Twer (Russische Fö deration), 29. Mä rz 2028, 9:00 Uhr MEZ
Moskau/Peking, 30. Mä rz 2028: Ein neues Zentrum

Nachwort

Produktdetails

Erscheinungsdatum
25. August 2025
Sprache
deutsch
Untertitel
Ein Szenario.
Seitenanzahl
119
Reihe
Beck Paperback
Autor/Autorin
Carlo Masala
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
156 g
Größe (L/B/H)
203/122/13 mm
ISBN
9783406824487

Portrait

Carlo Masala

Carlo Masala ist Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr und gefragter Kommentator für deutsche und ausländische Medien sowie häufiger Gast in den großen Polit-Talkshows.

Pressestimmen

Masalas Buch richtet sich nicht an Experten, sondern an ein breites Publikum, dem er diese drohenden Probleme anschaulich machen möchte. Diese Reduktion auf das Wesentliche und die literarische Aufbereitung funktionieren sehr gut und sind sogar spannend zu lesen. . . Zur Einstimmung darauf, was das bedeutet, sei dieses Buch empfohlen.
Süddeutsche Zeitung, Nicolas Freund

Ein düsteres Szenario über die Zukunft Europas erschreckend realistisch.
Das Parlament, Alexander Weinlein

Ein hypothetisches Szenario, das er auf 116 Seiten spannend beschreibt.
SZ Dossier, Gabriel Rinaldi

Diesem Büchlein ist eine weite Verbreitung zu wünschen. Die gut einhundert Seiten könnte jeder Politiker an einem Abend durchlesen. Es wäre gut angelegte Zeit.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Oliver Kühn

Das (Gespräch) war beeindruckend und hat uns viel erklärt.
Podcast Politik mit Anne Will, Anne Will

Die aktuellen Ereignisse stellen Masalas Szenario bisweilen in den Schatten"
Der Standard, Uwe Mattheiß

Als Gast in Talkshows beschreibt Carlo Masala die politische Weltlage so klarsichtig wie sonst kaum jemand Was seine Expertise kennzeichnet, ist nicht nur die Gabe zur klaren Formulierung, sondern er hat auch eine ausgesprochen weiträumige akademische Laufbahn hinter sich
Süddeutsche Zeitung Magazin, Max Fellmann

Wer wissen will, was uns bevorstehen könnte, wenn der Verbreitung russischer Propaganda durch Rechts- und Linkspopulisten nicht entgegen getreten wird, sollte dieses Buch lesen. . . Wenn Russland gewinnt zeigt die Qualitäten eines Politthrillers auf nur 116 Seiten. Man kann es an einem Nachmittag lesen und wünscht sich danach, es wäre nur ein Roman.
TAZ, Ulrich Gutmair

Besprechung vom 25.03.2025

Was wäre, wenn Russland gewinnt?

Moskaus nächstes Opfer wäre Estland - und keiner würde dem Land beistehen. Carlo Masala entwirft ein gruseliges Szenario, für das es nicht viel Phantasie braucht.

Die Zukunft des Westens ist zwar offen, sieht aber nach den aktuellen Entwicklungen düsterer aus als noch vor wenigen Monaten. Der neue amerikanische Präsident Donald Trump fordert von den Europäern wesentlich vehementer als noch in seiner ersten Amtszeit, für ihre Sicherheit endlich die maßgebliche Verantwortung zu übernehmen. Sein Vizepräsident kündigt auf der Münchner Sicherheitskonferenz den Europäern quasi die Wertegemeinschaft auf, und der schillerndste Berater des Präsidenten, der Milliardär Elon Musk, befürwortet auf seiner sozialen Plattform X den Rückzug der Vereinigten Staaten aus der NATO.

In Moskau und Peking wird man sich die Augen reiben und das Glück kaum fassen können, dass die Abrissbirne nun nicht von außen an das Haus gelegt werden muss, sondern von innen geschwungen wird. Der wichtigste Prüfstein für die Zukunft des westlichen Bündnisses scheint dabei der Krieg in der Ukraine zu sein. Unter Joe Biden standen die Vereinigten Staaten an der Seite Kiews, waren einer der größten Unterstützer des Landes in seinem Kampf gegen Russland. Mit Trump zog ein neuer Ton ins Weiße Haus ein. Die Unterstützung der Ukraine ist für den amerikanischen Präsidenten alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Diese müsse auch Dankbarkeit zeigen und Gegenleistungen erbringen, fordert er. Wenn die amerikanische Hilfe - militärischer und finanzieller Art - tatsächlich wegbricht, scheint es nur eine Frage der Zeit, wie lange sich die Ukraine der russischen Armee noch entgegenstemmen kann. Russland würde den Krieg wohl gewinnen, es bliebe nur, die Form der Niederlage zu verhandeln.

Was wären die Folgen eines solchen Kriegsendes? Damit hat sich der Politikwissenschaftler Carlo Masala in seinem neuen Buch "Wenn Russland gewinnt" auseinandergesetzt. Masala entwirft ein Szenario, das sich eng an die aktuellen Entwicklungen anlehnt, um diese in eine mögliche Zukunft fortzuschreiben.

Masala geht davon aus, dass Kiew den Krieg verloren hat, "wobei ein russischer Sieg für mich schon dann gegeben ist, wenn Russland das Territorium behalten kann, das es aktuell besetzt hält", wie Masala schreibt. Die Vereinigten Staaten hatten ihre Hilfe zurückgezogen, und den Europäern gelang es nicht, Kiew ausreichend mit Rüstungsgütern zu versorgen. Die Ukraine muss "eine dauerhafte Neutralitätsklausel in ihre Verfassung aufnehmen, die den Beitritt zur NATO ausschließt". In den meisten Partnerländern ist man zwar noch bereit, die Ukraine weiterhin zu unterstützen, aber eine Aufrüstung der eigenen Länder wird in der Öffentlichkeit größtenteils abgelehnt. Russland könne in absehbarer Zeit keinen Krieg mehr führen und die Stationierung amerikanischer Marschflugkörper in Deutschland sei Abschreckung genug, lauten die Argumente. Den Regierungen sind ihre Beliebtheitswerte wichtiger als die kostspielige Vorbereitung auf eine militärische Auseinandersetzung. Der Kreml verfolgt derweil seine Ziele weiter: die Vergrößerung des eigenen Staatsgebiets - dem Westen gegenüber als "Schutz der Landsleute im Ausland" verbrämt - und die Anerkennung als Supermacht in einer neuen multipolaren Welt. Als Test, wie weit man gehen kann, muss Estland herhalten: Der Kreml besetzt die Stadt Narwa und die Ostseeinsel Hiiumaa.

Estland beantragt die Ausrufung des NATO-Beistandsparagraphen 5, und im Hauptquartier in Brüssel kommen die Staats- und Regierungschefs zusammen, um über eine Reaktion zu beraten. Der amerikanische Präsident macht klar, dass er nicht gewillt ist, etwas zu riskieren. Als Schreckgespenst stellt er den Dritten Weltkrieg in den Raum. Trotz der Gegenrede des deutschen Bundeskanzlers kommt es zu keiner Einigung. Estland wird im Stich gelassen, der russischen Aggression nicht begegnet. In einem Telefonat frohlocken der chinesische und der russische Präsident: Sie bestimmen jetzt die globale Entwicklung.

Masala, der an der Universität der Bundeswehr in München lehrt, will sich mit seinem Buch ausdrücklich nicht als Prophet betätigen. Vielmehr habe er dieses Szenario entworfen, damit es nicht eintrete. "Szenarien erweitern den Möglichkeitsraum unseres Denkens. Sie wirken intellektueller Bequemlichkeit ebenso entgegen wie zu kurzen politischen Zeithorizonten", schreibt Masala. Dem pflichtet auch Masalas Fachkollege Herfried Münkler bei, der kürzlich in einem Interview sagte, der späteren Entscheidungsfindung helfe das frühzeitige Durchspielen von Szenarien, "was die operative Politik zu wenig tut".

Für Masala sind die Schlussfolgerungen, die aus seinem Gedankenspiel zu ziehen sind, evident. So dürfe der Westen zwar die Existenz von russischen Atomwaffen nicht einfach ignorieren, sich aber von Moskaus "ganz bewusst und taktisch geschickt" eingesetzten Drohungen des Einsatzes solcher Waffen nicht mehr verrückt machen lassen. Außerdem müsse endlich anerkannt werden, dass "der russische Aggressionskrieg mehr als nur ein Krieg zur Vernichtung der Ukraine ist. Er ist in seinem Kern ein Weltordnungskonflikt, bei dem es um die Frage der zukünftigen Struktur des internationalen Systems geht." Das müsse auch der Bevölkerung immer wieder deutlich gemacht werden, um einer Ermüdung vorzubeugen.

Masala fordert die europäischen Staaten auf, die Bedrohung durch Russland ernst zu nehmen. Nur das werde Moskau von einem Konflikt abhalten. Es geht ihm um "die Abschreckung des russischen Militärpotentials und die Eindämmung der machtpolitischen Ambitionen des Kremls". Deshalb müssten die bislang vorgenommenen Rüstungsanstrengungen konsequent weitergeführt und ausgebaut, die beiden größten Fähigkeitslücken - "die mangelhafte Luftverteidigung und die Schwäche im Bereich konventioneller Marschkörper", die bis nach Russland hinein wirken können - geschlossen werden, gerade im Hinblick auf den möglichen Ausfall der USA. Nur wenn Russland überzeugt sei, dass die NATO tatsächlich willens und in der Lage ist, das Bündnisgebiet zu verteidigen, werde es von einem wie in dem Szenario beschriebenen Test der westlichen Entschlossenheit absehen. Letztlich gehe es um die Verteidigung der "Art und Weise, wie wir leben wollen".

Masalas Forderungen werden seit Jahren erhoben, bislang jedoch ohne die notwendigen politischen Folgen. Der Autor hält sich nun mit seinem Buch an den Ausspruch Walter Benjamins "Wer aber den Frieden will, der rede vom Krieg", um die Europäer an dessen Vorläufer zu erinnern: "Willst Du den Frieden, rüste für den Krieg." Nicht dass die NATO-Staaten dereinst zu der Erkenntnis kommen, die Masala dem deutschen Bundeskanzler in seinem Gedankenspiel zuschreibt: "Wenn die NATO nicht reagiert, hat Russland gewonnen." In diesem Sinne ist dem Büchlein weite Verbreitung zu wünschen. Die gut einhundert Seiten könnte jeder Politiker an einem Abend durchlesen. Es wäre gut angelegte Zeit. OLIVER KÜHN

Carlo Masala: Wenn Russland gewinnt. Ein Szenario

C.H. Beck Verlag, München 2025. 116 S.

Alle Rechte vorbehalten. © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main.

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LovelyBooks-BewertungVon HeikoBe am 30.05.2025
Realer Horror, der in nur einem Szenario die Stories vom King of Horror in den Schatten stellt. Auch wenn es nur ein denkbares Szenario ist, sind die Erläuterungen von Carlo Masala, gepaart mit dem eigenen Wissen und Verständnis, so beängstigend, dass man nur hoffen kann, die Welt sei nicht so verdorben. Aber leider wird diese Hoffnung wohl ein Trugschluss sein.
LovelyBooks-BewertungVon Dr_M am 25.04.2025
Schade, weil ich dachte, dass ein Politik-Professor selbst an einer Bundeswehr-Universität wenigstens einen Rest von Objektivität besitzen sollte. Aber eigentlich hätte ich es besser wissen können. Jemand, der in Talk-Shows des ÖRR omnipräsent ist, muss bestens an das dortige Niveau angepasst sein, sonst wäre er nicht Dauergast.Der Autor beschreibt in seinem Büchlein folgendes Szenario: Russland hat den Ukraine-Krieg gewonnen. Dann überfällt es die estnische Stadt Narva, in der 95 Prozent Russen leben. Die NATO zögert mit einer Reaktion und beweist damit ihre Unfähigkeit. Im Text kommen dann die üblichen Stichworte vor: Putin ist ein Diktator, der das russische Imperium ausdehnen will. Die Dämonisierung eines anderen Staates und seiner Obrigkeit ist ein gängiges Propagandamittel, das vom Westen schon gegen Serbien, den Irak und Libyen erfolgreich angewandt wurde. Wir sind die Guten und die anderen die Bösen. Damit lässt sich eine Menge machen. Allerdings kennt das Völkerrecht weder gut noch böse.Als Militärexperte müsste Masala wissen, dass der Ukraine-Krieg längst verloren ist. Es fällt ihm offenkundig schwer, diesen Krieg richtig einzuordnen und seine Ursachen zu benennen. Ich will darauf hier nicht weiter eingehen, weil bereits ein Blick auf politische Landkarten von 1990 und im Vergleich dazu von 2014 eigentlich alles erklärt, wenn man objektiv an die Sache herangeht. Zur Zeit der Entspannungspolitik galt, dass man die eigene Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer erreichen kann. Genau das aber hat der Westen nach 1990 versucht. Mit dem Putsch von 2014 und der nachfolgenden Aufstellung der Ukraine gegen Russland wurden russische rote Linien deutlich und bewusst überschritten. Gegen Mittelstreckenraketen des Westens in der Ukraine hätte Russland praktisch für seine Machtzentren keine Vorwarnzeit mehr. Das kann sich keine Atommacht gefallen lassen. Und das würden sich die USA im symmetrischen Fall auch niemals bieten lassen. Die nationale Sicherheit der USA ist bekanntlich bereits sehr weit vor ihrer Haustür in Gefahr.Nun zum Szenario des Autors: Was hätten die Russen von einem Einmarsch in die estnische Kleinstadt Narva? Nichts außer Ärger. Und irgendwie sollte man sich in den Propaganda-Abteilungen des Westen mal einig werden: Entweder pfeift Russland aus dem letzten Loch oder es steht morgen vor Berlin. Was denn nun?Russland kann sich in der Tat keinen großen Krieg leisten, der jetzige ist schon eine Herausforderung. Und zwar nicht nur ökonomisch, sondern vor allem demografisch. Ähnlich wie in Deutschland hat der letzte Weltkrieg Lücken in die Bevölkerungspyramide geschnitten, die sich über Generationen nicht schließen lassen. Dazu kommt in Russland die katastrophale Wendezeit unter Jelzin, die das Problem noch verschärfte. Hohe Verluste in einer weiteren jungen Generation kann das Land kaum noch kompensieren. Schon deshalb hat Russland kein Interesse an neuen Kriegen. Und was sollte Russland eine Eroberung seiner westlichen Nachbarn bringen? Es hat wahrscheinlich schon genug damit zu tun, die eroberten Gebiete der Ukraine in sein Reich einzugliedern und sie wieder aufzubauen. Das kostet enorme Ressourcen.Was steckt also hinter der Kriegspropaganda, die nun leider auch Masala betreibt? Man kann eine simple Vermutung bekommen: Die Waffenarsenale der europäischen NATO-Staaten sind leer. Die Milliarden der in der Ukraine sinnlos versickerten Hilfen stehen nicht mehr zur Verfügung. Wie soll man der eigenen Bevölkerung nun vermitteln, dass man Unsummen ins Militär stecken muss, um das alles zu kompensieren? Dazu muss Angst her. Angst vor den Russen, denn die ist vor allem in Westdeutschland leicht zu erzeugen, schließlich war sie jahrzehntelang die übliche Propaganda während des Kalten Krieges.Kurzum: Dieses Büchlein besitzt keinen intellektuellen Wert, es ist blanke Propaganda in Form einer Spekulation mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit des Eintreffens.Wie primitiv das alles ist, sieht man beispielsweise an den jüngsten Verdrehungen, denen Masala in einer Talk-Show nicht widersprochen hat. Der Aufbau eines neuen russischen Militärbezirks nahe der finnischen Grenze wurde dort von einem Bundeswehrgeneral als Beweis für die Aggressivität Russlands gewertet. Dabei ist sie eine symmetrische Reaktion auf den NATO-Beitritt Finnlands. Wegen der ehemals ausgezeichneten Beziehungen zu Finnland bestand vorher kein Anlass für einen solchen Militärbezirk, weshalb es ihn auch nicht gab.
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