An diesem Buch konnte mich lange nichts begeistern, erst zum Ende hin ging es deutlich Berg auf und ich hatte noch mal richtig Spaß.
Wenn die Bewohner von Ashford-on-Sea ein Verbrechen wittern, wenden sie sich an Amys Großtante Clarissa . In ihrer Teestube ermittelt diese, gewitzt wie Miss Marple , im Handumdrehen des Rätsels Lösung und reicht dazu Scones und Gurkensandwiches . Amy selbst hat allerdings Wichtigeres im Kopf als Tratsch und Klatsch: backen, ihren Terrier Percy und den talentierten Finn ... Als jedoch beim großen Dorffest ihre Klavierlehrerin tot aufgefunden wird, Amys selbst gebackene Torte in Verdacht gerät und ausgerechnet Finn ein unerklärliches Verhalten an den Tag legt, ist für Amy die Stunde gekommen, Augen und Ohren weit aufzusperren, in die Fußstapfen von Tante Clarissa zu treten und einen Mörder zu suchen ...Nachdem mich "Ein Mörder auf der Gästeliste" von Alexandra Fischer-Hunold vor Weihnachten recht gut unterhalten konnte, habe ich nach einem weiteren Buch von ihr geschaut und bin schnell auf diese Reihe gestoßen.Die Prämisse klang gut, also habe ich direkt zugegriffen.Leider bin ich mit dieser Geschichte nur sehr schwer warm geworden.Den Ton empfand ich als ziemlich anstrengend. Amy kam mir extrem jung, naiv und vor allem pubertär vor und ich mir dagegen furchtbar alt.Das hat also von Anfang an ein wenig geknirscht.Dazu kam, dass weder die Handlung noch die anderen Figuren mich richtig packen konnten.Der Schreibstil war aber locker genug, dass ich trotzdem einigermaßen am Ball bleiben konnte und obwohl mich lange Zeit nichts an der Geschichte so richtig mitreißen konnte, ich trotzdem gut durchs Buch kam.Ich hatte sehr schnell einen konkreten Verdacht, der sich zum Ende hin auch als richtig herausgestellt hat.Allerdings gab es hier schöner- und unerwarteterweise noch einen Twist, was auch das Ende noch mal ein wenig besser und spannender machen konnte.Die Auflösung konnte mich wirklich dermaßen überzeugen, dass ich auch nicht abgeneigt bin, dem zweiten Teil noch mal eine Chance zu geben.Vielleicht macht der ja von Anfang an Spaß.Fazit: Weder die Figuren noch die Handlung konnten mich richtig packen. Den Ton empfand ich als zäh und aufgesetzt und Amy war mir viel zu jung, Ich-bezogen, naiv und pubertär, sodass ich mir im Vergleich uralt vorkam. Erst das Ende hat noch mal richtig Boden gutmachen können und mich mit einer überraschenden Wendung überzeugen können, sodass ich mir sogar vorstellen kann, der Reihe noch mal eine Chance zu geben. (3,5 Sterne)